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  • Andreas & Verena

Campus Galli - Ein Ausflug ins Mittelalter

Die Klosterstadt Campus Galli im badenwürttembergischen Meßkirch ist ein tolles Ausflugsziel für die ganze Familie. Hier entsteht nach und nach, basierend auf 1200 Jahre alten Plänen, eine karolingische Klosterstadt, die man erkunden kann. Aber Achtung, durch die stetige Veränderung auf der Baustelle des Campus Galli besteht die Gefahr, dass ihr dieses Ausflugsziel immer wieder besuchen wollt um den Fortschritt zu verfolgen.

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Auf ins Mittelalter



Campus Galli -Was ist das?


Die Klosterbaustelle Campus Galli wird mit dem Slogan "Das Mittelalter hautnah erleben" beworben. Doch was bedeutet das?

Beim Campus Galli in Meßkirch handelt es sich um ein Projekt bei dem nach einem 1200 Jahre alten Plan langsam ein Stück Mittelalter entsteht. Zahlreiche Handwerker und viele ehrenamtliche Helfer erschaffen hier mit den einfachen Mitteln des 9. Jahrhunderts eine Klosterstadt. Also ohne moderne Mittel!

Das Spannende an diesem Projekt ist, wie wir finden, dass es sich nicht um ein fertiges Projekt, sondern um eine sich stets verändernde Baustelle handelt. Der Plan für diese karolingische Klosterstadt wurde von Mönchen auf der Insel Reichenau im Bodensee vor 1200 Jahren (vor 830 n. Chr.) gezeichnet. Dabei ist der St. Galler Klosterplan die älteste überlieferte Architekturzeichnung des Abendlandes. Bis heute befindet sich der Plan in der Stiftsbibliothek St. Gallen in der Schweiz.

Der Grund warum dieser 112 cm mal 77,5 cm große Plan erhalten blieb ist, dass ein Mönch die Rückseite des Pergaments dazu nutzte, das Leben des Heiligen Martin hier aufzuschreiben. Durch diesen glücklichen Zufall konnte der Plan auf der Rückseite bis heute weiter existieren und uns zu diesem tollen Projekt verhelfen.

Herzlich Willkommen auf dem Campus Galli

Am Eingang des Campus Galli kann man sich zunächst den Plan der Klosterstadt mit ihren 52 Gebäuden, der hier als Vorlage dient, einmal anschauen um dann im Anschluss ganz gespannt auf Entdeckungstour über das Gelände zu gehen.




Anfahrt


Der Campus Galli liegt bei Meßkirch, einer Kleinstadt im Landkreis Sigmaringen im Süden Baden-Württembergs.

Die Stadt Sigmaringen mit dem wundervollen Schloss des Fürsten von Hohenzollern erreicht man von hier in etwa 15-20 Minuten und Friedrichshafen am Bodensee in etwa 50 Minuten.


Adresse:

Hackenberg 92, 88605 Meßkirch

oder

GPS-Koordinaten: 48.033°N, 9.109°E


Bei Anreise mit dem Auto stehen ausreichend Parkplätze am Eingang zur Verfügung. Auch für Busse und Wohnmobile ist genügend Platz vorhanden.




Wissenswertes zum Besuch


Rundgang oder Führungen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Tag am Campus Galli zu verbringen. Entweder man erkundet das Gelände ganz alleine oder im Rahmen einer Führung.

Wir können euch empfehlen beides zu machen. Es empfiehlt sich zunächst an einer öffentlichen Führung teilzunehmen, die direkt im Eingangsbereich hinter der Kasse starten, um den Hintergrund dieses Projekts besser zu verstehen und zahlreiche Informationen zu erhalten. Im Anschluss kann man im eigenen Tempo den Campus weiter erkunden.

Nach der Einführung in das Thema im Rahmen einer Führung kann man ganz gut entscheiden, was man sich gerne noch einmal in Ruhe ansehen will.

Wir schauen der Weberin bei ihrer Arbeit über die Schulter

Welchem Handwerker möchte man gerne einmal genauer bei seiner Arbeit zuschauen, oder will man lieber die Gärten und Felder bei einem Spaziergang erkunden. Das schöne an diesem Projekt ist unserer Meinung nach, dass es gewollt ist mit den Handwerkern zu interagieren. Anders als in einem Museum findet man hier nämlich keine Infotafeln. Will man mehr Informationen über die Arbeit hier erhalten und das alte eigentlich längst vergessene Handwerk besser verstehen, ist man als Besucher dazu eingeladen die Handwerker zu befragen. Das macht das Ganze eigentlich auch so interessant.

Hier wurden kleine Holzfässer und Eimer hergestellt

Wir haben auf jeden Fall einigen Handwerkern bei ihrer Arbeit gespannt über die Schulter geschaut und einiges über das Leben im Mittelalter dazugelernt. Viele Handwerke sind vertreten am Campus Galli wie die Töpferei, eine Schmiede, die Korbflechterei, die Färberei und Weberei, eine Seilmacherei, eine Drechslerei oder auch die Schindelwerkstatt.

Ertönt dann das Zeichen zur Mittagspause, wenn alle Handwerker ihre wohl verdiente Pause machen, kann man selbst auch zum Marktplatz gehen um sich bei einem leckeren Mittagessen zu stärken oder ein Mitbringsel an einem der Marktstände zu erwerben. Gut gestärkt kann man dann später noch einmal auf Erkundungstour gehen.

Neben den öffentlichen Führungen gibt es natürlich Führungen für Gruppen, die im Vorraus gebucht werden müssen, sowie verschiedene Themenführungen. Bei den Themenführungen liegen die Schwerpunkte auf bestimmten Bereichen des Handwerks. Zum Beispiel gibt es Führungen zum Thema Bauhandwerk, Kleidung und Ernährung oder die Klosterführung. Auch für Schulklassen oder Gruppen von Kindern und Jugendlichen gibt es spezielle Angebote, wie auch für Firmen (Teambuilding...).

Hier entstehen Balken, die für den Bau der Scheune benötigt werden

Öffentliche Führungen:

Öffentliche Führungen finden von Dienstag bis Sonntag um 14 Uhr statt.

An Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien (Baden-Württemberg) zusätzlich um 11 Uhr. Treffpunkt ist an der Kasse/ Eingang

Für Einzelbesucher ist keine Anmeldung erforderlich

Da die Plätze begrenzt sind sollten sich größere Gruppen vorher anmelden

Preis: 4,– € zzgl. zum Eintrittspreis.




Essen und Trinken

Für das leibliche Wohl ist auf dem Campus Galli bestens gesorgt. Direkt im Eingangsbereich gibt es Eis oder auch den "letzten Kaffee vor dem Mittelalter". Denn später auf dem Marktplatz gibt es nur Getränke und Gerichte, die es passend zum Projekt eben im Mittelalter gab. Und da gehört Kaffee eben nicht dazu. Aber seid beruhigt, dafür gibt es im Gastronomiebereich am Marktplatz viele andere Leckereien.

Der Marktplatz ist zur Mittagszeit gut besucht

Wir haben die speziell für den Campus Galli von einem lokalen Metzger hergestellte karolingische Wurst probiert, die wirklich sehr lecker war. Bei der Linsensuppe mit der speziellen Alb Linsensorte war ich zunächst skeptisch, weil ich Linsensuppe nicht sehr gerne mag, aber der Geschmack hat mich positiv überrascht. Am besten haben uns allerdings die Dennetle, dünne Fladenbrote mit Schmand, Speck und Zwiebeln oder als vegetarische Variante mit Käse geschmeckt. Dazu gibt es Mineralwasser, Apfelschorle (die wir sehr empfehlen können), Bier oder Met ganz authentisch in Keramikkrügen.





Fazit

Nach unserem Besuch am Campus Galli steht für uns auf jeden Fall fest, dass wir nicht zum letzten Mal da waren. Wir werden den Fortschritt der Baustelle weiter verfolgen und definitiv irgendwann mal wieder vorbeischauen.

Dieses Ausflugsziel können wir euch wärmstens empfehlen. Der Weg auf dem Campus Galli ist auch mit Kinderwagen, Rollator und Rollstuhl einfach zu befahren und gleicht einem leichten Spaziergang. Und wenn es mal sehr heiß ist findet sich immer wieder ein schattiges Plätzchen, da man größtenteils im Wald unterwegs ist.

Habt ihr nun Lust bekommen auch einmal das Mittelalter auf eine ganz besondere und andere Art zu erkunden? Wir wünschen euch auf jeden Fall schon jetzt einen tollen Ausflug zum Campus Galli.

Die Weberei

Für weitere Infos, vor allem aber zu den derzeit abweichenden Regeln wegen der Corona-Krise haben wir euch hier die Website des Campus Galli verlinkt

www.campus-galli.de





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Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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