Suche
  • Andreas & Verena

Cape Cross Seal Reserve

Aktualisiert: 8. Mai 2019

Ein Besuch der größten Robbenkolonie an der Küste Namibias ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Sowohl der Geruchssinn, als auch das Gehör werden hier auf eine harte Probe gestellt. Denn so süß die Robben auch aussehen, die Lautstärke und vor allem der Gestank sind alles andere als süß.

#Namibia #Afrika #Robbenkolonie #CapeCross #Robben



Wo liegt Cape Cross?


Cape Cross, das sogenannte Kreuzkap liegt an der Küste Namibias etwa 120 Kilometer nördlich von Swakopmund. Es ragt als Landspitze in den Atlantik hinein und ist über die Küstenstraße C34 gut erreichbar. Über diesen flachen Küstenabschnitt zieht häufig Nebel, der die Anfahrt etwas erschweren kann.


Manchmal hat man auch Glück und der Nebel bleibt aus

Die 6 Kilometer lange Straße, die zur Robbenkolonie abbiegt, ist von der C34 ausgeschildert.

Wenn ihr von Swakopmund über die C34 anreist lohnt sich ein Stopp 14 Kilometer südlich von Henties Bay. Hier liegt das Schiffswrack „Zeila“, welches am 25. August 2008 strandete.


Das Schiffswrack "Zeila" ist eines von vielen an der namibischen Küste

Dazu muss man einfach nur von der C34 auf einer kleinen Straße zum Strand abbiegen. Ausgeschildert ist das Wrack leider nicht. Wir haben einfach auf das Tacho geschaut und einen Weg gesucht, der etwa 60 Kilometer hinter Swakopmund zum Strand abbiegt (also 14 Kilometer südlich von Henties Bay).


Was gibt es hier zu sehen?


Am Kreuzkap gibt es gleich 2 Sehenswürdigkeiten. Zum einen das Cape Cross Seal Reserve mit seiner riesigen Zwergpelzrobben-Kolonie und zum anderen das Denkmal zum historischen Landungspunkt des ersten Europäers auf namibischem Boden, nämlich des Portugiesen Diogo Cão.


Cape Cross Seal Reserve


Die Robbenkolonie am Cape Cross ist die größte der insgesamt 23 Robbenkolonien an der Küste Namibias und Südafrikas, wo schätzungsweise 1,6 Millionen Robben leben. Hier am Cape Cross befinden sich während der Paarungszeit zwischen September und Dezember circa 250.000 Zwergpelzrobben. Während der restlichen Zeit schätzt man die Anzahl auf 80.000 – 100.000. Der Grund für diese große Kolonie ist der Fischreichtum des Atlantiks, bedingt durch den kalten Benguelastrom. Die Zwergpelzrobben, auch Ohrenrobben genannt, tummeln sich am Cape Cross auf den Felsen. Die große Anzahl der Tiere ist für den Besucher ein außergewöhnlicher Anblick, der aber auch extremen Gestank und Lärm mit sich bringt. Da der Wind meist landeinwärts weht, sind die Chancen, dass der Gestank weggeweht wird leider sehr gering.


Sowohl an Land als auch im Wasser tummeln sich die Robben

Ist man während der Paarungszeit hier sieht man auch die riesigen Bullen, wie sie an Land kommen um ein Areal für ihre paarungsbereiten Weibchen zu besetzen. Natürlich wird zwischen den Bullen auch der ein oder andere Kampf ausgetragen, wobei nicht selten starke Verletzungen oder auch der Tod als Folge auftreten. Ende November bis Anfang Dezember kommen die etwa fünf Kilogramm schweren Robbenjungen dann zur Welt.



Geschichte des Cape Cross:


An dieser in den Atlantik hineinragenden Landzunge, dem Kreuzkap oder Cape Cross betrat 1486 der Portugiese Diogo Cão als erster Europäer diesen Teil Afrikas. Im Namen seines Königs João II. stellte er ein Kreuz auf. Diogo Cão wurde von seinem König beauftragt entlang der Westküste Afrikas nach Süden zu segeln um einen Seeweg nach Indien zu finden, dabei unentdecktes Land zu dokumentieren und für die portugiesische Krone in Besitz zu nehmen. Dazu wurden auf den Schiffen steinerne Kreuze mitgeführt, die dann an Land aufgestellt wurden und so die Besitznahme durch die portugiesische Krone zur Kenntnis gaben. So gelangte der Seefahrer Diogo Cão schließlich an diese Landspitze. Auch heute ist noch eine Nachbildung des Kreuzes am Kap vorhanden. Die Inschrift dieses Kreuzes lautet: „Im Jahre 6685 nach der Schöpfung der Welt und 1485 nach Christi Geburt beauftragte der hervorragende, vorausschauende König Johann II. von Portugal einen Ritter seines Hofes, Diogo Cão, dieses Land zu entdecken und das Padrão hier zu errichten.“




Besuch des Cape Cross:


Auf der Zufahrtsstraße zum Kap befindet sich ein kleines Haus an dem man seine Eintrittsgebühr entrichten kann und wo auch Souvenirs verkauft werden.

Dann fährt man mit dem Auto weiter bis zum Parkplatz am Kap und entdeckt schon die ersten Robben. Da hier meist etwas Nebel ist und ein starker Wind weht, solltet ihr auf jeden Fall Jacken dabei haben, die im besten Falle winddicht sind. Und dann kann es losgehen. Sobald man die Autotür öffnet sticht einem der starke Geruch sofort in die Nase und man hört die brüllenden Robben. Schließt man die Augen, hat man auf Grund der Geräusche eher das Gefühl einer Schafherde zu begegnen.

Es gibt hier extra für die Besucher Stege, die mit kleinen Türen verschlossen sind, damit man die Tiere ungestört beobachten kann. Allerdings ist es meist so, dass die Robben sich gerne auf den Wegen vor den Stegen wälzen und den Zugang blockieren.


Wieder einmal blockieren die Robben den Weg zum Steg

Da es sich um wilde Tiere handelt, die durchaus auch aggressiv werden können, sollte man sich vorsichtig verhalten. Einen gesunden Abstand zu den Tieren zu halten ist auf jeden Fall ratsam, denn während die Bullen im Meer sind und nur zu Paarungszeit an Land kommen, streiten sich die weiblichen Robben mit Geschrei und Drohgebärden um die besten Plätze.

Trotz der Lautstärke und dem Gestank ist es ein tolles Erlebnis ans Cape Cross zu kommen und die Robben hier zu beobachten. Denn eine so leicht zugängliche und große Robbenkolonie findet man nur selten.


So klein und schon so fotogen

Wer eine Unterkunft in der Nähe sucht kann sich in der Cape Cross Lodge, die auch eine angegliederte Campsite besitzt, ein Zimmer mieten. Die direkte Lage der Lodge am Meer bietet wunderschöne Ausblicke, vor allem weil alle Zimmer der kleinen Lodge Meerblick besitzen.




21 Ansichten
Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

Mehr lesen

 

  • Pinterest - Weiß, Kreis,
  • YouTube - Weiß, Kreis,
  • White Facebook Icon

© 2018 No Way too Far.

Join my mailing list
Wollt ihr uns unterstützen...?