Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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Die Inselmitte Mallorcas

Das Inselinnere wird als "Es Plá" - die Ebene bezeichnet. Die stark landwirtschaftlich geprägte Region wird leider von Landflucht bestimmt. Dabei ist die leicht hügelige Landschaft sehr schön und bietet einige Ausflugsziele für Touristen. Da die meisten sich lieber am Meer aufhalten ist es im Landesinneren viel ruhiger als an der Küste.

#Mallorca #Balearen #Spanien #Sehenswürdigkeiten

Das schöne Herrenhaus im mallorquinischen Landhausstil


Puig de Randa:


Von Mallorcas einzigem Tafelberg mit einer Höhe von 542 Metern bietet sich ein toller Ausblick. Von der Stadt Randa aus führt eine Bergstraße nach oben auf den Tafelberg und vorbei an drei Klöstern.

Am untersten Kloster, dem Santuari de Nostra Senyora de Gràcia, lohnt ein Zwischenstopp. Von der verlassenen Einsiedelei aus dem 15. Jahrhundert bietet sich ein wunderschöner Weitblick über die Ebene von Llucmajor bis zur Insel Cabrera.


Das Santuari de Nostra Senyora de Gràcia

Folgt man der Bergstraße für einen weiteren Kilometer bergauf, kommt man am Santuari de Sant Honorat vorbei. Dieses wurde Ende des 14. Jahrhunderts gegründet und wird heute noch von einigen Mönchen im Ruhestand bewohnt. Nur die kleine Kapelle ist für Besucher zugänglich.

Auf der Spitze des Berges liegt das Santuari de Nostra Senyora de Cura. Hier sollte man auf jeden Fall stoppen. Erstens gibt es hier das tolle Panorama zu bestaunen und zweitens kann man das Gelände des Klosters auf einem Spaziergang erkunden. Von allen drei Klöstern ist dieses das bedeutendste. Der große Denker und Missionar Ramón Llull zog sich hierher zurück und schrieb 265 Werke. Außerdem wird die Heilige Jungfrau von Cura hier verehrt.


Es gibt hier ein Ramón Llull Museum und die Kirche zu besichtigen. Außerdem kann man den berühmten Randa Likör probieren, einen Kräuterlikör dessen Rezept sich die Franziskaner patentieren ließen. In den ehemaligen Klosterzellen kann man heute sogar übernachten. Das Restaurant und die Cafeteria sind in der ehemaligen Klosterbibliothek und dem Speisesaal des Klosters untergebracht und bietet einen der schönsten Ausblicke auf die Bucht von Palma und den Rest der Insel.

Wer sich für eine Übernachtung interessiert oder weitere Informationen wünscht wird auf der Website des Klosters fündig: http://www.santuaridecura.com/de/




Das Herrenhaus Els Calderérs:


Eines der kulturellen Highlights unserer Reise war die Besichtigung des alten Herrenhauses Els Calderérs in der Gemeinde Sant Joan. Dabei liegt das Herrenhaus nicht direkt in Sant Joan, sondern etwa 7 Kilometer östlich davon. Über die Hauptstraße Palma-Manacor an der Ausfahrt Villafranca (Hinweisschild bei Kilometer 37) ist es gut mit dem Auto zu erreichen. Geschichtlich wurde der Landsitz erstmals 1285 unter dem Namen der Besitzerfamilie Calderérs erwähnt. Aber noch im 13. Jahrhundert erwarb die Adelsfamilie namens Verí die gesamte Anlage.

Das heute zu besichtigende Hauptgebäude wurde ab etwa 1750 erbaut und stetig erweitert. Heute dient die gesamte Anlage als Freilichtmuseum. Das schöne Herrenhaus aus gelbem Kalkbruchstein gilt dabei als ein charakteristisches Beispiel für den mallorquinischen Landhausstil namens Finca rustica.

Im Herrenhaus gibt es immer wieder tolle Fotomotive

Ursprünglich stammte die Haupteinnahmequelle aus dem Weinanbau. Da die Weinstöcke aber von der Reblaus befallen wurden, sattelte man auf Weizenanbau um. Heute wird aber auch wieder Wein angebaut.


Auf einem Rundgang kann man das wunderschöne Herrenhaus mit den 20 noch original eingerichteten Räumen, zahlreiche Nebengebäude, Stallungen und Felder erkunden. Dabei gibt es im Haupthaus auch noch eine kleine Kapelle, die Kornkammer und den Weinkeller zu bestaunen. Außerhalb kann man verschiedene Werkstätten mit alten Werkzeugen, eine alte Schmiede, ein Backhaus, die Wäscherei, eine Mühle und das Schlachthaus besichtigen.

In den Stallungen werden heute noch einheimische Tiere wie Hühner, Esel oder das berühmte schwarze Schwein gehalten, was vor allem die kleinen Besucher begeistert.

Die kleinen Ferkel gefallen nicht nur den kleinen Besuchern

Somit bekommt man einen tollen Eindruck davon, wie der Landadel damals auf Mallorca lebte. Die Gebäude, allen voran das wunderschöne Herrenhaus mit dem einzigartigen Innenhof, der Garten und die gesamte Anlage sind äußerst sehenswert. Es wirkt ein wenig als wäre die Zeit stehen geblieben und die Anlage würde nur auf die Rückkehr der Adelsfamilie warten.

Die hauseigen produzierten Waren kann man auf dem Rundgang probieren und natürlich auch als Mitbringsel erwerben.

Den Besuch des schönen Landsitzes haben wir sehr genossen und können ihn euch wärmstens weiterempfehlen.


Weitere Informationen erhaltet ihr auf: http://elscalderers.com/de/


Adresse:

Museu Etnològic dels Calderers Finca Els Calderers

Camino Els Calderers

07240 Sant Joan, Mallorca



Die Glasbläserei La Gordiola bei Algaida:


Auf Mallorca gibt es mehrere Glasbläsereien, die alle eine jahrtausendealte Tradition fortsetzen, zu besichtigen. An der Ma-15 von Palma in Richtung Manacor liegt die Glasbläserei La Gardiola bei Algaida. Bei Campanet im Norden, bei S’Esgleieta zwischen Palma und Valdemossa und in einem östlichen Außenbezirk von Palma gibt es weitere Glasbläsereien zu erkunden.

Glasbläserei La Gordiola bei Algaida

Bei Temperaturen um 1500 °C und durch das Können versierter Kunsthandwerker entstehen große und kleine Kunstwerke aus Glas nach einer jahrtausendealten Tradition. Denn schon um 600 v. Chr. verarbeiteten die Phönizier auf Mallorca Glas, indem sie es in flüssiger Form in Sand- oder Tonformen gossen. Die Araber erzeugten bereits buntes Glas und verschnörkelte Formen, die auch nach der christlichen Wiedereroberung beibehalten wurden.

Allerdings verschlang die Befeuerung der Schmelzöfen zur Glasherstellung so große Mengen an Holz, dass ganze Wälder verschwanden und die Glasherstellung zeitweise sogar verboten wurde. Ein Glasbläser, der aus Murano bei Venedig geflüchtet war brachte um 1600 neue technische und künstlerische Impulse nach Mallorca. Ein tolles Beispiel dafür ist die riesige Fensterrosette der Kathedrale von Palma, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstand.

Die Werkstatt in der Glasbläserei

Im Jahre 1719 wurde die Glasmanufaktur Gordiola in Algaida gegründet, die man heute besichtigen kann. Dabei kann man den Handwerkern bei der Arbeit in der Werkstatt zusehen und etwas über die Glasherstellung lernen. Wie geschickt und schnell die Handwerker hier zum Beispiel die tollsten Vasen herstellen ist schon erstaunlich.

Natürlich gibt es einen riesigen Verkaufsraum, aber man ist als Besucher ja nicht gezwungen hier etwas zu kaufen. Ein Blick lohnt aber dennoch, schon alleine um die wundervollen Waren zu bestaunen oder ein Mitbringsel zu kaufen.

Ein Besuch hier in der Glasbläserei lohnt sich, auch wenn man nichts kaufen will, auf jeden Fall.


Adresse:

Vidrios de Arte Gordiola

Landstraße Ma- 15 (Palma Richtung Manacor)

Ausfahrt Km 19

07210 Algaida



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