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Duwisib Castle - Eine Fata Morgana oder ein Schloss am Rand der Namib?

Aktualisiert: 8. Mai 2019

Mitten im Nirgendwo, am Rande der Namib Wüste, taucht nach einer Fahrt über Schotterpisten das Duwisib Castle vor unseren Augen auf. Es ist fast so eine Art Kulturschock plötzlich vor dem aus rotem Sandstein gemauerten Schloss zu stehen. Bleibt die Frage, wie kommt dieses an eine mittelalterliche Festung erinnernde Schloss hierher an den Rand der Wüste. In diesem Blog erfahrt ihr mehr über all die Fragen, die sich einem beim Anblick des Duwisib Castle stellen.

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Die Zufahrt zum Duwisib Castle


Wo findet man das Duwisib Castle?



In etwa auf halber Strecke zwischen Helmeringhausen (solltet ihr aus dieser Richtung kommen müsst ihr unbedingt im Helmeringhausen Hotel den leckeren Apfelkuchen probieren!) und Maltahöhe an der D826 liegt das Schloss Duwisib.

Von Maltahöhe aus kommend erreicht man es nach circa 80 Kilometern über Schotterpisten am Rande der Namib Wüste.


Schon der Weg zum Duwisib Castle belohnt mit einzigartiger Landschaft


Geschichte des Duwisib Castle


Das was jedem Besucher als erstes durch den Kopf geht ist wohl die Frage, wie ein solches Schloss an diesen Ort kommt oder wer überhaupt auf die verrückte Idee kam hier ein Schloss zu bauen. Die aus rotem Sandstein gemauerte Burg mit ihren Wehrtürmen und Zinnen gleicht einer mittelalterlichen Festung. Der Erbauer war Baron Hansheinrich von Wolf, ein deutscher Schutztruppen-Offizier, der während des Herero-Krieges nach Namibia gekommen war um sich im damals noch Deutsch-Südwestafrika genannten Namibia niederzulassen. Nach einem Heimaturlaub 1907 heiratete er eine reiche Amerikanerin, für die er am Rand der Namib seine eigene „Ritterburg“ errichten ließ.


Das Duwisib Castle mit einem schönen Köcherbaum vor dem Eingang

Er kaufte die Duwisib Farm für 250.000 Goldmark und legte schon 1908 den Grundstein für das Duwisib Castle. Für den Bau engagierte er den bekannten Kolonial-Architekten Wilhelm Sander, der zuvor schon die Pläne für die drei Burgen in Windhoek (Schwerins-, Heinitz- und Sanderburg) entworfen hatte. 1909 war das Schloss schließlich bezugsfertig. Die Einrichtung im altdeutschen Stil wurde per Frachtschiff von Deutschland nach Lüderitz gebracht und von dort auf Ochsenkarren gute 300 Kilometer durch die Wüste zum Schloss transportiert.


Die Eingangshalle im Duwisib Castle

In den folgenden Jahren war er ein erfolgreicher Pferdezüchter und erweiterte die Farm bis auf eine Größe von 35.000 Hektar. Bei der Bevölkerung waren der Baron und auch seine Frau Jayta sehr beliebt. Sie galten als großzügig, hilfsbereit und sehr gastfreundlich. Lange lebten die beiden allerdings nicht hier, denn der Baron erfuhr vom ersten Weltkrieg und kehrte als Soldat zurück in die Heimat, wo er 1916 in Frankreich fiel. Seine Frau kehrte niemals zurück nach Afrika. Erst 1978 kaufte der Staat den Besitz und machte aus dem Schloss ein Museum. 1991 wurde es renoviert und kann auch heute noch besichtigt werden. Die Räume sind mit Mobiliar aus dem 18. und 19. Jahrhundert ausgestattet und an den Wänden hängen Gemälde und Waffen. So fühlt man sich als Besucher in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt.


Der Innenhof des Duwisib Castle

Im schönen Innenhof findet man ein schattiges Plätzchen zum Ausruhen oder um sich zu stärken, denn es gibt hier auch ein Restaurant. Und wer schon immer mal in einem Schloss übernachten wollte, hat hier die Möglichkeit dazu. In einem der 5 Zimmer, darunter auch ein Honeymoon-Zimmer, kann man nämlich übernachten, oder aber auf einer der 10 Campsites.



Weiterführende Links


Wer sich für einen Aufenthalt im Duwisib Castle interessiert, findet auf der Seite der NWR (Namibian Wildlife Resorts) alle Informationen, sowie Preise und kann hier seine Unterkunft buchen.


Direkt beim Duwisib Castle gibt es eine weitere mögliche Unterkunft, die Duwisib Gästefarm. Hier gibt es Selbstversorgerunterkünfte, Zimmer mit Halbpension und eine Campsite. Bei einem Aufenthalt hier, kann man auch eine Farmrundfahrt buchen um alles über die Tierhaltung in einer solch trockenen Gegend zu erfahren.



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Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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