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  • Andreas & Verena

Etosha Nationalpark !!

Aktualisiert: 4. Mai 2019

Das Tierparadies im Norden Namibias. Hier gibt es alle wichtigen Informationen über den Etosha Nationalpark, die Camps und einiges an Tipps und Tricks von unserer Seite.

#etoshanationalpark #namibia #tierparadies

Eines von vielen Safari-Gefährten in Namibias Nationalparks


Die Geschichte des Etosha Nationalparks:



Friedrich von Lindequist, der erste Gouverneur der deutschen Zivilverwaltung, erklärte 1907 ein 100.000 km² großes Gebiet im Norden Namibias zum Naturschutzgebiet. Damals handelte es sich um das größte Naturschutzgebiet der Welt. Frei übersetzt heißt Etosha „Großer weißer Ort“ und kommt aus der Sprache der Ovambo.

Als 1970 die südafrikanischen Apartheitsgesetze auch in Namiba angewendet wurden, ernannte man einen Teil zum Ovamboland und verkleinerte den Park drastisch.

Heute beträgt die Fläche noch 22.270km² und somit misst er etwas mehr als die Hälfte der Fläche der Schweiz.

Das markanteste Merkmal des Parks ist die 130 km lange und 50km breite "Etosha-Pfanne", die sich nach wissenschaftlichen Angaben vor 100 Millionen Jahren gebildet hat. Einst bildete der Kunene Fluß aus Angola hier einen See, änderte aber durch tektonische Bewegungen seinen Verlauf und so trocknete der See langsam aus und es enstand eine riesige Salzpfanne.

In sehr regenreichen Jahren kann das Regenwasser die Ebene füllen und dabei tausende Flamingos anziehen. Das bietet sicherlich ein wunderschönes Farbenspiel und muss traumhaft anzusehen sein. Heute sind 700km Pisten sowohl für Tages- als auch für Übernachtungsbesucher von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang frei befahrbar. Der Park gehört zu denen, in dem Besucher auf eigene Faust und im eigenen Fahrzeug unterwegs sein dürfen. Nachtsafaris sind allerdings nur geführt möglich und werden von den Camps organisiert.





Wichtige Informationen für euren Besuch im Etosha Nationalpark:



Es gibt vier verschiedene Gates um in den Etosha zu gelangen:

  • Galton Gate im Westen

  • Anderson Gate im Süden

  • Von Lindequist Gate im Osten und

  • King Nehale Lya Mpingana Tor im Norden


Das bekannteste Wasserloch in Namibia ist das Okaukuejo im Etosha Nationalpark

Verhaltensregeln im Nationalpark:


  • das Auto darf während der Safari nicht verlassen werden; nur in den Camps oder anderen abgesperrten Bereichen an denen es ausdrücklich erlaubt ist darf das Fahrzeug verlassen werden

  • nicht die Autotüren öffnen, Fenster dürfen aber geöffnet werden

  • die Verkehrsschilder im Park sind zu beachten

  • nicht nach Einbruch der Dunkelheit fahren

  • Tiere haben Vorfahrt!

  • die Gäste werden gebeten die Gates oder Rastlager vor den angegebenen Schließungszeiten zu erreichen

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen sind zu befolgen; es herrscht ein Tempolimt von 60 km/h

  • bei Übernachtung im Park bitte an der Rezeption anmelden

  • Unterkünfte können ab 12 Uhr bezogen werden, müssen aber bis 10 Uhr verlassen werden

  • für Übernachtungsgäste ist es wichtig zu wissen, dass die Tore des Camps zum Sonnenuntergang schließen und man sich nachts dort aufzuhalten hat.

  • auch wenn die Camps mit Zäunen gesichert sind, sollte man stets ein waches Auge haben, denn Schakale sind ständige Besucher und haben schon oft unbeaufsichtigtes Grillfleisch gestohlen. Außerdem kam es in der Vergangenheit schon dazu, dass sich Löwen ins Camp geschlichen haben.

  • Die Elefanten des Etosha sind zwar an Autos gewöhnt, dennoch sollte man zurückhaltend agieren wenn man auf sie trifft. Niemals sollte man ihnen den Weg verstellen oder das Auto zwischen Jungtier und Mutter fahren.



Verboten sind:


  • Haustiere

  • Waffen jeglicher Art

  • Füttern der Wildtiere

  • Verschmutzung durch Müll

  • Motorräder

  • Entwendung von Tieren oder Pflanzen aus dem Park



Öffnungszeiten:


  • Diese sind abhängig von Sonnenauf- und untergang, ihr könnt euch aber vorher auf der Homepage des Etosha über die aktuellen Zeiten informieren.



Tipps von unserer Seite:


  • seid früh genug vor Öffnung der Tore da, da sich dort lange Schlangen bilden und ihr sonst wertvolle Zeit zur Wildbeobachtung verliert.

  • Kauft euch auf jeden Fall direkt im Camp die Karte des Etosha. Hier findet ihr die Verhaltensregeln und eine Übersicht über alle Straßen und Wasserlöcher im Park. Im hinteren Teil werden dann eine Vielzahl der im Nationalpark vorkommenden Tierarten abgebildet. Das hilft natürlich dabei, euch unbekannte Tiere erkennen zu können. Wir haben uns mit einem Stift auch markiert, welche Tiere wir gesehen haben.

  • „Morgenstund hat Gold im Mund“ bewahrheitet sich auch hier mal wieder. In den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag sind die Tiere am aktivsten. Zu diesen Zeiten solltet ihr versuchen die Raubkatzen ausfindig zu machen und euch nicht zu lange mit der Beobachtung anderer Tiere aufhalten. Diese könnt ihr auch später noch ausgiebig begutachten. Haben die Löwen aber erst einmal gejagt und gefressen, dann liegen sie mehr oder weniger nur noch faul rum und sind schwer zu finden.

  • Nehmt euch an den Wasserlöchern Zeit und wartet ab was passiert.

  • Sprecht durch die geöffneten Fenster andere Besucher immer mal wieder an und tauscht euch über eure Beobachtungen aus. So erfahrt ihr von anderen, was sie gesehen oder vor allem wo sie was gesehen haben. Auch die Ranger in den Safarifahrzeugen könnt ihr ansprechen. Unserer Erfahrung nach geben auch diese gerne Auskunft. Und wo sie halten und beobachten solltet ihr auch mal anhalten, auch wenn auf den ersten Blick nichts zu erkennen ist. Aber einen Grund für den Stopp gibt es immer.

  • In den Camps liegen Gästebücher aus, in die man sich eintragen kann und wo man auch nachlesen kann was andere Touristen an Tieren gesehen haben. Auch diese Infos können insofern sie aktuell sind echt hilfreich sein

  • Nehmt genügend Wasser mit auf eure Tour und denkt daran euch Pausen in Camps einzuplanen um dort die Toiletten aufsuchen zu können oder auch zu tanken.


Wenn der König der Tiere trinkt, hat er das Wasserloch meistens für sich alleine

Camps im Etosha Nationalpark:



Es gibt mehrere staatliche und private Lodges im Park und auch außerhalb des Parks gibt es natürlich eine Vielzahl an Lodges in den unterschiedlichsten Preisklassen. Wir waren auf unserer ersten Tour durch Namibia, außerhalb des Parks auf der wunderschönen Vreugde Guest Farm untergebracht und können sie zu 100 Prozent weiterempfehlen. Die Besitzer sind so freundlich, dass man sich nicht als Gast, sondern als Freund fühlt. Sie organsieren Safaris im Etosha auf der die Juniorchefs als Guide den Gästen ein tolles und sehr informatives Abenteuer bieten. Auch das Essen ist landestypisch und schmeckt hervorragend. Der einzige kleine Nachteil ist, dass man eben an die Öffnungszeiten des Etosha gebunden ist und morgens am Gate in einer Schlange stehen muss. Daher werden wir nächstes Mal im Park übernachten.


Im Okaukuejo Camp sind riesige Elefantenherden keine Seltenheit

Okaukuejo Camp:


  • im Süden des Etosha gelegen

  • nur 17 km vom Anderson Gate entfernt

  • Unterkunftsarten: Waterhole Chalets, wie der Name schon sagt mit Blick auf das Wasserloch; Bush Chalets; Doppelzimmer; Campingplatz

  • des Weiteren: Restaurant, Bar, Souvenirladen, Läden, Tankstelle, Pool, beleuchtetes Wasserloch

  • Aktivitäten: Safari morgens und nachmittags, Nachtsafaris


Halali Camp:


  • liegt auf halbem Weg zwischen Okaukuejo und Namutoni

  • es gibt hier verschiedene Unterkunftsarten: Doppelzimmer mit eigenem Badezimmer, Bush Chalets oder einen Campingplatz

  • zur Ausstattung gehören: Restaurant, Bar, Pool, Souvenirladen, Tankstelle, Läden, beleuchtetes Wasserloch mt Aussichtspunkt

  • zusätzliche Aktivitäten: morgens und nachmittags Safaris, sowie Nachtsafaris


Namutoni Camp:


  • ein von der deutschen Schutztruppe 1902/03 erbautes Fort

  • im östlichen Teil des Parks nahe des Van Lindequist Tor gelegen

  • es gibt 3 unterschiedliche Unterkunftsarten: geräumige und komfortable Chalets mit eigener Terrasse und einer Dusche im Außenbereich, Doppelzimmer mit eigenem Badezimmer und privatem Außenbereich, sowie einen Campingplatz

  • Einrichtungen: 2 Restaurants (African Fusion und The Steakhouse), Bush Bar in der Nähe des Campingplatzes, eine weitere Bar in der Nähe des Forts, Souvenirladen, Läden, Tankstelle, Pool, Wasserloch und Aussichtspunkt

  • Aktivitäten: Safaris morgens und nachmittags, Nachtsafaris


Dolomite Camp:


  • im westlichen Teil des Etosha gelegen

  • es gibt hier 20 luxuriöse Zelte

  • außerdem verfügt es über eine Bar mit Lounge, ein Restaurant, Pool, Souvenirladen, ein Wasserloch, sichere Parkmöglichkeiten

  • geführte Safaris werden ebenfalls angeboten

  • Besonderheit: das Camp ist nicht umzäunt und somit können sich die Tiere hier frei zwischen den Zelten bewegen. Es gibt aber zur persönlichen Sicherheit einen Geleitschutz.


Onkoshi Camp:


  • exklusives Camp am Rand der Salzpfanne

  • im entlegenen nord-östlichen Teil des Etosha, weit abgelegen von den Selbstfahrerrouten

  • Gäste werden am Namutoni Camp abgeholt

  • Unterkunftsarten: Onkoshi Chalets und ein Honeymoon Chalet

  • weitere Einrichtungen: Restaurant, Bar, Souvenirladen, Pool

  • Aktivitäten: Safari morgens und nachmittags


Olifantsrus Camping:


  • nur Camping möglich

  • im westlichen Teil gelegen

  • 60 km vom Galton Gate, 130 km von Okaukuejo und 50 km vom Dolomite Camp entfernt

  • 10 Zeltplätze für bis zu 8 Personen

  • Einrichtungen: Informationszentrum, Kiosk, Gemeinschaftsküche, Waschhäuser, Hochsitz am Wasserloch, Picknickplatz (auch für Tagesbesucher)



Die Tiere des Etosha Nationalparks:



Der Etosha beheimatet 4 der berühmten Big 5 ( Löwe, Leopard, Nashorn, Elefant und Büffel ). Einzig der Büffel ist hier nicht anzutreffen. Insgesamt leben hier 114 Säugetierarten und 340 Vogelarten.

Einer der Hauptgründe für einen Besuch des Etosha ist für viele sicherlich die große Population von Spitzmaulnashörnern.

Für diejenigen, die sich für die zahlreichen Vogelarten interessieren, ist der Sommer die beste Reisezeit. Von den 340 Vogelarten gehört ein drittel zu den Zugvögeln. Einer der besten Orte zur Vogelbeobachtung befindet sich an der sogenannten Fishers Pan.


Zu den großen Säugetieren gehören z.B.:


  • Löwe

  • Leopard

  • Elefant

  • Nashorn

  • Giraffe

  • Gnu

  • Gepard

  • Hyäne

  • Berg- und Steppenzebra

  • Springbock

  • Kudu

  • Oryx

  • Elenantilope ( Eland )

  • Impala


Bei großen einzelnen Bullen sollte man ein wenig Vorsicht walten lassen

Zu den kleineren Säugetieren gehören z.B.:


  • Schakal

  • Löffelhund

  • Warzenschwein ( Pumba )

  • Erdwolf

  • verschiedene Mangustenarten

  • Damara dik-dik


Schakale sieht man recht häufig im Etosha Nationalpark

Hier noch einige der Vogelarten:


  • Riesentrappe

  • Sekretär

  • zahlreiche Geierarten

  • Savannenadler und Kampfadler

  • Gaukler

  • Strauß

  • Rosenpapagei

  • Gabelracke

  • Wiedehopf

  • und viele viele andere


Der Etosha Nationalpark ist ein Paradies zur Vogelbeobachtung. Hier der rotäugige Bulbul

Die Landschaft im Etosha Nationalpark:



Landschaftlich interessant ist natürlich die schon erwähnte Etosha Pfanne aber auch der Märchenwald ( Ghost Tree Forest ) westlich von Okaukuejo. Hier findet ihr einige hundert Moringabäume, die nur in Südwest-Afrika und auch hier eigentlich nur im Gebirge und nicht in einer Ebene vorkommen. Das Besondere hier ist, dass die Bäume, die normalerweise einen geraden Stamm besitzen, hier völlig verwachsen sind. Dies kommt daher, dass die Jungpflanzen immer wieder von Elefanten und Giraffen angefressen werden.


Der Blick auf die Salzpfanne im Etosha Nationalpark


Wann ist die beste Reisezeit für den Etosha Nationalpark?



Grundsätzlich ist der Nationalpark das ganze Jahr über eine Reise wert.

Im Winter zwischen Mai und Oktober ist Trockenzeit und somit die beste Zeit für Tiersichtungen. Die Vegetation ist karger und somit sind die Tiere leichter zu entdecken und natürlich versammeln sie sich zu dieser Zeit auf Grund des Wassermangels rund um die Wasserlöcher.

Im Sommer von November bis April herrscht Regenzeit. Die Temperaturen können bis auf 40°C am Tag steigen. Da durch den Regen ausreichend Wasser vorhanden ist, sammeln sich die Tiere nicht am Wasserloch und sind schwerer ausfindig zu machen. Allerdings verwandelt sich die staubtrockene Landschaft in ein grünes Paradies mit üppiger Vegetation, was den Tieren natürlich auch wieder Schutz bietet. Zur Vogelbeobachtung eignet sich diese Zeit allerdings hervorragend. Die Etosha-Pfanne sammelt das Regenwasser, was Flamingos und andere Vogelarten anlockt.

Achtet darauf, dass zu dieser Zeit die Straßen etwas schwerer befahrbar sind, da es zu gelegentlichen Überschwemmungen kommen kann.


Es ist immer wieder faszinierend einer Giraffe beim Trinken zuzuschauen




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Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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