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Abbaye de Villers – Kloster Villers

Heute berichten wir euch von unserem Besuch der Abbaye de Villers in Belgien. Die riesige Klosterruine bei Villers-la-Ville lockt jährlich unzählige Touristen an. Auch wir mussten diesen Ort, nachdem wir davon hörten, natürlich besuchen.

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Von der Anhöhe bietet sich ein wundervoller Blick auf die Ruine


Wo findet man die Klosterruine von Villers?

Die Abbaye de Villers liegt ganz in der Nähe der kleinen Stadt Villers-la-Ville in der Region Wallonien in Belgien, etwa 50 Kilometer südlich von Brüssel. Sie ist ein außergewöhnliches Kulturerbe in dieser Region und lockt daher zahlreiche Besucher an.

Anreise nach Villers-la-Ville

Die Klosterruine ist sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn gut zu erreichen. Über die Autobahn E411 (Ausfahrt 9) oder die E19 (Ausfahrt 19) ist Villers-la-Ville ganz einfach zu erreichen und auch schon ausgeschildert.

Es sind natürlich ausreichend Parkplätze für Autos oder Busse vorhanden. Da es in Villers-la-Ville auch einen Bahnhof gibt, ist die Klosterruine auch mit dem Zug einfach zu erreichen. Vom Bahnhof aus gelangt man nach einem Fußmarsch von 2 Kilometern zur Sehenswürdigkeit.

Die Adresse der Klosterruine zum Eingeben in euer Navi:


Rue de l'Abbaye, 55 B-1495 Villers-la-Ville



Öffnungszeiten und Preise:

Die ehemalige Zisterzienserabtei ist ganzjährig zu besuchen. Lediglich am 24. und 25.12., sowie am 31.12. und am 01.01. bleibt die Abtei geschlossen.

In der Sommersaison vom 01.04. bis 31.10. ist die Abtei von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Winter vom 01.11. bis 31.03. kann man sie von 10 bis 17 Uhr besichtigen.

Die aktuellen Eintrittspreise:


Erwachsene: 9 €

Gruppe Erwachsene: 8 €

Studenten und Senioren: 7 €

Gruppe Senioren, Studenten: 6 €

Kinder von 6-12 Jahre: 4 €

Gruppe Kinder: 3,50 €

Kinder unter 6 Jahre, Menschen mit Behinderung: Gratis

Audioführung: 1,50 €



Informationen zum Besuch der Abtei:


Für die Besichtigung des Geländes sollte man mindestens 1 Stunde einplanen. Aber wir empfehlen euch lieber etwas mehr Zeit einzuplanen. Auf dem Gelände findet man wundervolle Plätze und einen Picknick-Bereich zum Entspannen und um die besondere Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Im Besucherzentrum erhält man die Eintrittskarten und auch Souvenirs oder lokale Produkte (Waffeln, lokale Bio-Bier Sorten...). Dort kann man erst einmal eine Ausstellung zur Abtei anschauen und danach dem Besichtigungsparcours folgen.

Der erste Blick auf das Kloster

Schon von diesem Weg aus bieten sich tolle Ausblicke auf das Gelände der Abtei und die Klosterruinen. Die Besucherbrücke bietet dabei nicht nur ein tolles Panorama, sondern leitet die Besucher auch sicher über die Straße.

Man kann sich auf dem Gelände natürlich frei bewegen. Es bietet sich jedoch an, zunächst einmal dem Besucher-Parcours zu folgen. Entweder man erkundet das Gelände mit einem kostenlosen Informationsfaltblatt oder einem Audioguide (1,50 €). Für Kinder gibt es eine spannendere Alternative. Es gibt ein speziell für Kinder entwickeltes Animationsspiel, welches man auf sein Smartphone laden kann. Über QR Codes, die man im Laufe des Rundgangs immer wieder findet erhält man Informationen zur Geschichte des Klosters.

Wer sich selbst versorgen möchte findet auf dem Gelände schöne Sitzgelegenheiten zum picknicken, ansonsten kann man eines der Restaurants in der direkten Umgebung besuchen. Direkt am Besucherzentrum findet man zum Beispiel das Restaurant Le Moulin de Villers.

Das Restaurant Le Moulin de Villers ist direkt neben dem Besucherzentrum des Klosters

Da die Abtei einen wunderbaren Rahmen für Events bietet, lohnt es sich immer mal wieder auf der Website nach Events, Musik- oder Theateraufführungen zu schauen. Klickt hier um auf die Website der Klosterruine zu gelangen: www.villers.be/de



Geschichte der Abtei:

Im Jahre 1146 wurde die Abtei in Villers gegründet. Auf eine Einladung des Ritter Gauthier de Marbais und seiner Mutter Judith ließ sich eine Gruppe von 17 Mönchen aus der Abtei Clairvaux in Villers nieder und gründete eine Abtei. Noch im selben Jahr besuchte der heilige Bernhard die neue Gemeinschaft und ermutigte sie in ihrem Tun. Da sie von Ritter Marbais und seiner Mutter Baumaterial zur Verfügung gestellt bekamen konnten sie eine Abtei im romanischen Stil erbauen. Die Gemeinschaft der Zisterzienser wächst in den folgenden Jahren weiter an un schließlich begann man 1197 mit einer neuen Baustelle. In den kommenden 100 Jahren errichteten sie eine gotische Abtei. Dies war zugleich eine Zeit großen Reichtums in der etwa 400 Mönche hier ansässig waren. Die Ländereien der Abtei wuchsen an und reichten bis nach Antwerpen und die Zeit galt als goldenes Zeitalter der Abtei. Dies sollte jedoch nicht von Dauer sein. Zwischen 1508 und dem Ende des 17. Jahrhunderts müssen die Mönche aus Sicherheitsgründen ihre Abtei neun Mal verlassen.

Noch heute strahlen die imposanten Überreste des Klosters eine einzigartige Atmosphäre aus.

Im 18. Jahrhundert brach für das Kloster das zweite goldene Zeitalter an. Die mittelalterlichen Gebäude wurden im Stil des Neoklassizismus erneuert, Gärten angelegt und ein Palast für den Abt erbaut. Doch während der französischen Revolution wurden die Mönche verjagt, die Abtei verwüstet und 1794 schließlich geplündert. Das Material wurde abtransportiert und nach und nach zerfiel die Abtei bis nur noch Ruinen übrig blieben. Schon im 19. Jahrhundert wurden die Romantiker auf die Ruinen aufmerksam und Mitte des 19. Jahrhunderts kamen auch schon die ersten Touristen zur Abtei. Der Staat wird Ende des 19. Jahrhundert Eigentümer der Abtei und errichtet eine große Baustelle zur Restaurierung zwischen 1893 und 1914. Die Abtei erhält schließlich ein neues Aussehen. Im Jahr 1972 werden die Ruinen als Historisches Denkmal qualifiziert da sie während eines Zeitraums von 650 Jahren bewohnt waren. Außerdem zeugen sie von der Entwicklung der Architekturstile. 1984 wird dann eine neue Baustelle eröffnet und 1992 wird die Abtei als sogenanntes außergewöhnliches Kulturerbe Walloniens qualifiziert. Das gesamte Gut wird erhalten. Mit seinen 50.000 m² oberirdischen Mauern und seinen 5000 m² romanischen und gotischen Gewölben wird daraus eine der größten archäologischen Stätten Belgiens. Heute kann man also auf dem Besucher-Parcours durch die Ruinen und die Pflanzengärten mit medizinischen, aromatischen und essbaren Pflanzen spazieren. Im Garten der Heilpflanzen werden mehr als 100 Pflanzen angebaut, die im Mittelalter als Heilpflanzen verwendet wurden.

Im Garten der Heilpflanzen werden mehr als 100 Pflanzen angebaut



Fazit:


Der Besuch der Abbaye De Villers ist ein sehr lohnenswertes Ausflugsziel. Uns persönlich hat es viel Spaß gemacht auf Entdeckungstour zu gehen und die besondere Atmosphäre in uns aufzunehmen. Immer wieder findet man ruhige Plätze zum Verweilen und Entspannen. Von mehreren Aussichtspunkten kann man das Gelände aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Noch heute kann man sich gut vorstellen welch eine prächtige Abtei hier einmal stand. Es ist ein wundervoller Ort inmitten schöner Natur.



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Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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