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  • Andreas & Verena

Indonesienrundreise, Java und Bali! Teil 1

Aktualisiert: 14. Mai 2019

Eine Reise zu fremden Kulturen, Göttern und Tempeln, Reisfeldern und Wasserbüffeln, Tee- und Kaffeeplantagen, sowie wunderschönen Vulkanlandschaften und Millionenstädten. Wir entführen Euch in diesem Reisebericht nach Indonesien auf die Inseln Java und Bali.

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Auf gehts nach Java und Bali

1. Tag Ankunft in Jakarta:


Und wieder einmal geht die Reise los! Voller Vorfeude starten wir dieses mal zu dritt zu unserer dreiwöchigen Rundreise nach Indonesien. Einen guten Freund haben wir mit unserer Reiselust schon angesteckt und daher wird er uns dieses mal begleiten.

Wir fahren voller Vorfreude mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen und sind froh irgendwann im Flieger der Quatar Airlines Platz zu nehmen. Gerne würde ich schreiben, dass die Zeit wie im Flug vergeht, aber leider kommen wir nicht so Recht zur Ruhe und vertreiben uns die Zeit mit dem Entertainment Programm an Bord. Nach 6 Stunden Flugzeit landen wir schließlich zu unserem Zwischenstopp in Doha. Viel Zeit bleibt uns nicht um diesen super modernen und wirklich schönen Flughafen zu bestaunen. Die Zeit reicht gerade einmal um auf die Toilette zu gehen bevor wir weitere 9 Stunden im Flieger verbringen.

Aus der Luft betrachten wir die Inselwelt Indonesiens. Manche der Inseln sind so klein, dass gerade mal ein Haus darauf Platz finden könnte. Schließlich liegt Java vor uns und wir landen endlich in der Hauptstadt Jakarta. Als wir aus dem Flieger steigen tritt uns schon die Hitze, gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit entgegen und wir befürchten das Schlimmste für die nächsten 3 Wochen. Unser Guide Oka Gurnitha begrüßt uns herzlich und wir fahren erst einmal zum Hotel in Jakarta. Auf dem Weg lernen wir Oka schon mal etwas besser kennen, denn in einer so riesigen Stadt mit vollkommen überfüllten Straßen kommt man nicht so schnell voran.

Endlich erreichen wir unser Hotel, wo eine kleine Erfrischung auf uns wartet. Wir beziehen unsere Zimmer und machen erst mal ein kurzes Nickerchen. So ein langer Flug und die Zeitverschiebung von 5 Stunden, gepaart mit der Hitze schlauchen einen schon ganz schön.


Die Straßen sind voll mit den typischen kleinen Läden und Garküchen

Etwas ausgeruht und frisch gemacht starten wir zu dritt um die Umgebung zu erkunden und Geld abzuheben. Wir beobachten das asiatische Chaos auf den Straßen um uns herum, entdecken die ersten Garküchen, kleine Geschäfte und zahlreiche Moscheen. In einem kleinen Supermarkt decken wir uns mit Getränken und kleinen Vorräten ein. Da es einen richtigen tropischen Regenschauer gibt machen wir uns auf den Weg zurück zum Hotel wo wir unsere Ausbeute verspeisen. Zum Glück haben wir es zum Hotel geschafft bevor es richtig schlimm dort draußen wird. Der Himmel färbt sich schwarz und an manchen Stellen gefährlich rot, was wir gespannt aus unserem Zimmer beobachten. Die Geräusche der zahlreichen Autos und Roller und auch des Gewitters vermischen sich mit dem Ruf des Muezzin, der zum Gebet einlädt. Von mehreren Moscheen in unserer Umgebung hallt der Ruf und wir sind sehr fasziniert davon, hat es doch etwas von 1001 Nacht.


Der Ruf des Muezzin hallt durch die ganze Stadt

Dann heißt es Regenjacken anziehen und raus aus dem Hotel und rein in die nächste Garküche. Zusammen mit Oka quetschen wir doch etwas dickeren Europäer uns unter das Zelt der Garkücke, nehmen auf winzig kleinen Plastikhockern Platz und warten was Oka uns da wohl serviert. Es gibt Reis, Hähnchen und Tofu mit Sambal und einen Tee. Nach dem Essen organisiert Oka uns ein Taxi in die Stadt zum Hardrock Café. So genießen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt in die recht moderne Innenstadt. Bei guter Livemusik testen wir schon mal das indonesische Bier und lassen den Abend

gemütlich ausklingen.


Das Hard Rock Cafe in Jakarta mit toller Livemusik

Tag 2 Wir erkunden Jakarta:


Obwohl wir mitten in der Nacht vom Ruf des Muezzin geweckt wurden, fühlen wir uns am Morgen ausgeruht und fit und der Flug, sowie die Zeitverschiebung steckt uns auch schon nicht mehr so in den Knochen. Wir genießen unser erstes Frühstück der Reise mit verschiedenen Reisgerichten, gebratenem Hühnchen, Tofu oder auch einer Suppe, bevor wir schnell die Koffer packen, auschecken um gleich darauf zu einer Stadtrundfahrt aufzubrechen. Also nichts wie rein ins Getümmel der Stadt in den chaotischen Straßenverkehr.

Glücklicherweise sitzen wir im hohen Bus und nicht auf einem der Roller und müssen auch nicht selber fahren. Wir fahren zum Zentrum und am Freiheitsplatz vorbei. Dort steht ein 137m hoher Marmorobelisk, das Nationaldenkmal, genannt Monas. Eine mit 35kg Gold überzogene Bronzeflamme krönt das weithin sichtbare Wahrzeichen. In direkter Nachbarschaft befindet sich das Nationalmuseum und der ehemalige Gouverneurspalast, der heutigen Residenz des Staatsoberhauptes, sowie die Istiqlal Moschee. Diese bietet Platz für ca. 20.000 Gläubige und ist somit eine der größten islamischen Gebetsstätten der Welt. Leider können wir hier nirgendwo anhalten und müssen diese Gebäude aus dem Bus heraus bestaunen.


Der 137m hohe Marmorobelisk mit der goldenen Flamme

Weiter geht es durch die Stadt zum Fatahilla Square, wo man noch einige, zum Teil gut erhaltene koloniale Bauten der alten Stadt Batavia bewundern kann. Batavia war von 1619 bis 1799 das Hauptquartier der niederländischen Ostindien-Kompanie in Asien. Bis zur Unabhängigkeit Indonesiens war es die Hauptstadt Niederländisch-Indiens. Später wurde aus Batavia das bis heute bekannte Jakarta.


Batavia war einmal die Hauptstadt Niederländisch-Indiens

Wir schlendern über den Rathausplatz, den früheren Stadhuisplein, der den Mittelpunkt des früheren Batavia bildete, entdecken das Café Batavia, sowie die durch die Unesco restaurierten Kolonialhäuser.

Einen wunderschönen Kontrast zu den hellen Häusern bieten die bunten Fahrräder und Hüte, die man hier ausleihen kann um ganz im Sinne der Niederländer Batavia per Rad zu erkunden. Im Anschluss fahren wir mit dem Bus zum Frachtenseglerhafen Sunda Kelapa.


Man kann sich eines dieser bunten Fahrräder leihen und durch Batavia radeln

Bei einem Spaziergang durch das Hafengelände hat man das Gefühl, die Zeit sei hier stehen geblieben. 70-80 dickbauchige, aus Holz gebaute Lastensegler liegen hier am Kai vertäut. Frachten werden auf- und abgeladen und die Männer führen Reparaturen an ihren Seglern durch.


Ein Besuch im Frachtenseglerhafen Sunda Kelapa lohnt sich

Oka organisiert für uns eine Fahrt mit einem kleinen Boot eines Fischers, damit wir uns einen besseren Einblick verschaffen können. Wieder zurück an Land müssen wir zurück zum Bus um uns auf den Weg zur Großstadt Bandung zu machen.


Für kleines Geld kann man eine Rundfahrt mit einem Boot durch den Hafen machen


Dabei müssen wir aber erst mal aus Jakarta raus, was bei der Größe und dem Stau aber sehr lange dauert. Unendlich scheint uns diese Stadt. Wir fahren vorbei an modernen Hochhäusern, aber auch an den unzähligen Häusern der Armen. In Jakarta leben 50% der ca. 18,5 Millionen Einwohner in Armut, was uns auf der Fahrt erst so richtig bewusst wird. Nur langsam verblasst der Trubel der Großstadt. Endlos erscheint uns diese 190 km lange Fahrt, denn der Stau will kein Ende nehmen. Auf 3 Spuren fahren 5 Autos nebeneinander und jede ach so kleine Lücke wird von einem Roller ausgefüllt.

Endlich sehen wir die ersten Reisfelder und die zahlreichen Bahnbrücken. Am späten Nachmittag erreichen wir Bandung. Und auch hier herrscht weiter nichts wie Stau und so langsam fragen wir uns, ob wir in den nächsten 3 Wochen auch noch was anderes zu sehen bekommen.Wir halten an einem Restaurant in Bandung, wo wir uns erst einmal stärken. Der Empfang ist sehr freundlich und wir müssen Selfies mit dem gesammten Personal machen. Hier stoßen wir zum ersten mal auf eine Kuriosität. Es gibt gebackene Bananen, was ja an sich sehr lecker ist, aber leider entpuppen sich die weißen Raspel, die wir für Kokosflocken hielten, als geriebenen Käse.

Nach endlosen Fotos nehmen wir Abschied und erreichen unser Hotel Sukajadi in Bandung.


Ein typisches Restaurant in Bandung

Wir machen uns frisch und wollen mit einem Bus ins Zentrum fahren. Das scheint uns abenteuerlich zu werden. Hier verkehren kleine Busse, ohne Tür und mit 2 Sitzbänken. Wir steigen ein und zeigen dem Fahrer auf der Karte, wohin wir wollen. Eine gefühlte Ewigkeit fahren wir durch die Stadt, wobei der Bus immer wieder anhält. Leute steigen ein und aus und begutachten uns ganz interessiert. Schnell kommen wir in Kontakt mit den Einheimischen. Eine junge Frau, die Englisch spricht und auch der Fahrer sagen uns schließlich, wo wir aussteigen müssen. Wir bedanken uns und gehen zu Fuß weiter durch die Straßen in einige kleine Läden und landen in einer Bar, wo wir den Abend ausklingen lassen.

Zurück zum Hotel wollen wir auch wieder so einen Bus nehmen. Also warten wir an der Straße und als so ein kleiner Bus kommt, springen wir, wie die Einheimischen auch, winkend vor ihn auf die Straße. Er hält an - das wäre schon mal geschafft. Wir zeigen die Visitenkarte des Hotels und nach einer uns wieder einmal endlos erscheinenden Fahrt durch die Stadt, erreichen wir unser Hotel.

Tag 3 Der Kratersee Kawah Putih:


Nach einem reichhaltigen Frühstück starten wir unseren Tagesausflug zum 50 km entfernten Kratersee des Patuha-Vulkan auf ca. 2500m. Was für uns nach einem Katzensprung klingt, entpuppt sich hier in Indonesien zu einer kleinen Weltreise. Denn wir benötigen für diese Strecke rund drei Stunden. Dank des zähfließenden Verkehrs bleibt ausreichend Zeit aus dem Fenster zu schauen. Endlich wird es ländlicher und wir entdecken wieder Reisfelder und beobachten Menschen bei der Arbeit auf den Feldern. In einem kleinen Ort halten wir an. Hier herrscht reges Treiben sowie ein Chaos aus Kutschen, Rollern, Autos und kleinen Lastwagen und schließlich einem Markt, den wir besuchen wollen. Wir zwengen uns durch die schmalen Gassen und sind ganz erschlagen von der unglaublichen Menge unterschiedlichster Waren, die hier angeboten werden. Von Bekleidung und Schuhen, Obst und Gemüse bis hin zu Luftballons für die Kleinen, gibt es hier alles. Während wir die verschiedensten Obstsorten probieren bemerken wir, dass die Einheimischen uns neugierig beobachten. Es scheint, als wären wir eine Attraktion. Sie machen Fotos,lachen und wollen, dass wir alles probieren. Sie haben hier noch nicht oft Kontakt mit Europäern gehabt. Doch so langsam wird es Zeit weiter zu fahren.


Wir lieben solche Märkte und könnten immer Stunden dort verbringen

Schließlich errreichen wir einen Parkplatz, wo wir in einen kleineren Bus umsteigen müssen, der uns auf einer abenteuerlichen Strecke durch den Wald, immer bergauf, schließlich zum Kratersee Kawah Putih, was wörtlich übersetzt "weißer Krater" bedeutet, bringt. Dieser einzigartige Kratersee ist einer von zwei Seen, die durch den ruhenden Patuha Vulkan entstanden sind. Je nach Sonneneinstrahlung wechselt er die Farben und leuchtet manchmal weiß, hellgrün oder auch türkis.

Vom Parkplatz gehen wir zum Kratersee. Noch bevor wir ihn sehen können steigen uns die Schwefelgase in die Nase. Wie so oft sind die Berge wolkenverhangen und der Kratersee leuchtet türkis und bildet einen wundervollen Kontrast zur Umgebung. Je näher wir kommen, desto intensiver riechen wir die Schwefeldämpfe. Nach den ersten Hustenattacken ziehen wir uns unsere Tücher über den Mund und ähneln ein paar Bankräubern.


Der Kratersee Kawah Putih ist etwas für die Augen und die Nase

Trotzdem spazieren wir am türkisen See entlang an dessen Rändern sich ein gelber Schwefelfim bildet. Etwas oberhalb befindet sich ein schöner Aussichtspunkt, von wo man fast geruchsarm die Aussicht genießen kann, bevor es Zeit wird zu den Bussen zurückzukehren.

Wieder rast unser Fahrer wie bei einer Rallye durch den Wald. Eine abenteuerliche Fahrt auf der wir viel gelacht haben.


Die Aussichtsplatform am Kawah Putih

Auf dem Rückweg stoppen wir an Teeplantagen um Fotos zu machen und etwas durch die Teefelder laufen zu können. Oka erklärt uns vieles über den Teeanbau und die Ernte, sowie den Unterschied zwischen schwarzem, grünem oder auch weißem Tee. Wir genießen die Ruhe hier auf dem Land und vor allem die angenehmeren Temperaturen bevor wir wieder Richtung Großstadt Bandung aufbrechen. Während der Rückfahrt probieren wir verschiedene lokale Leckereien wie z.B. schwarze Bananen, Chips aus Maniok, Sesamplätzchen und noch vieles mehr. In Bandung angekommen gehen wir zum nahegelegenen, wunderschön beleuchteten „Paris von Java“. Wir bummeln durch die Geschäfte und lassen den Abend bei einem leckeren Essen ausklingen.


Diese Teeplantagen sind wahnsinnig Fotogen

Wollt ihr mehr über Indonesien erfahren?

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Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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