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  • Andreas & Verena

Indonesienrundreise, Java und Bali! Teil 3

Aktualisiert: 24. Jan 2019

Eine Reise zu fremden Kulturen, Göttern und Tempeln, Reisfeldern und Wasserbüffeln, Tee- und Kaffeeplantagen, sowie wunderschönen Vulkanlandschaften und Millionenstädten. Wir entführen Euch in diesem Reisebericht nach Indonesien auf die Inseln Java und Bali.

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Was für eine Aussicht von der Dachterrasse unseres Hotels

Tag 7: Wir packen wieder einmal unsere Koffer und genießen noch vor dem Frühstück den Blick von der Dachterrasse auf Yogyakarta und die umliegenden Vulkane, denn heute fahren wir weiter nach Tawangmangu. Nach dem Frühstück starten wir erst mal in Richtung der 60 km nordöstlich von Yogyakarta gelegenen Stadt Surakarta, auch Solo genannt. Auch hier in Solo gibt es einen Sultanspalast, den wir schon früh am Morgen besichtigen. Ein Guide führt uns durch den Kraton (Hofstadt). Wir besichtigen den Palast und das Palastmuseum und wir erfahren, dass der heutige Sultan hier immer noch mit seiner Familie lebt.

Wir bestaunen die Waffen, die Keramik aus China und auch die hier ausgestellten Kutschen. Auch den Empfangspavillon mit dem historischen Thronsaal, sowie den wundervoll angelegten Garten im Innenhof dürfen wir bewundern.

Der Sultanspalast in Solo

Nach dem Rundgang verlassen wir Solo und fahren entlang saftig grüner Felder und kleiner Dörfer weiter bis wir Sukuh erreichen. Immer steiler steigt die Straße an und schlängelt sich durch die Landschaft. Irgendwann ist der Bus zu groß und wir steigen um in kleinere. Mühsam quält sich der Bus die steile Straße hinauf als inmitten der wunderschönen Berglandschaft der 35 km östlich von Solo gelegene Candi Sukuh Tempel auftaucht. Leider verdecken die Wolken uns die Sicht auf den 3265 m hohen Vulkan Gunung Lawu, sorgen aber dafür, dass es hier nicht mehr ganz so warm ist. Wir werden alle mit einem Sarong ausgestattet bevor wir den Tempel besuchen dürfen. Dieser unterscheidet sich stark von den bisherigen Tempeln, die wir bisher besucht haben. Viel eher erinnert er uns mit seinem pyramidenförmigen Aufbau an die Maya Tempel Mittelamerikas. Der örtliche Guide erklärt uns, dass man den Tempel auch als erotischen Tempel bezeichnet. Warum wird uns bei näherem Betrachten dann schließlich auch klar...

Der Candi Sukuh Tempel erinnert stark an die Maya Tempel in Mittelamerika

Nach der Besichtigung starten wir zu einer mehrstündigen Wanderung. Unser Weg führt uns mal steil bergauf, aber auch wieder genauso steil bergab und bietet uns immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft.

Die Landschaft auf unserer Wanderung ist atemberaubend schön

Die Einheimischen bauen hier in dieser Steillage die unterschiedlichsten Nutzpflanzen auf mehreren Etagen übereinander an. Am Boden wächst z.B. eine Art Kohl, darüber wächst Chili und das Ganze wird z.B. noch überrragt von Bananen oder Maniok. Wir schauen den Einheimischen bei der Arbeit auf ihren Feldern zu, beobachten wie zum Teil sehr alte Frauen ihre Ernte auf dem Rücken nach Hause bringen und schauen den Kindern beim Spielen in den Straßen zu. Immer weiter führt unsere Wanderung und schon lange kleben unsere Kleiderstücke an unserem Körper und auch die Beine werden langsam immer schwerer.

Schließlich kommen wir kurz vor der Dämmerung an unserer neuen Unterkunft an. Wir kühlen die müden Beine im eiskalten Pool etwas ab, bevor wir uns auf den Weg machen um was leckeres zu Abend zu essen.


Tag 8: Früh am Morgen packen wir schnell unsere Koffer und nehmen dann ein recht spartanisches Frühstück zu uns. Heute steht eine 220 km lange Fahrt auf dem Programm. Von unserem 900 m hoch gelegenen Dörfchen Tawangmangu geht die landschaftlich reizvolle Fahrt los. Leider sind die zahlreichen Vulkane hier auch heute wolkenverhangen und gewähren uns nur zwischendurch einen Blick auf sie.

Wolkenverhangene Vulkane und wunderschöne Felder

Der Bus quält sich immer weiter die Serpentinen nach oben bis wir schließlich auf 1800 m die Höhe des Cemarasewu Passes erreichen. Hier liegt auch die Grenze zwischen Zentral- und Ostjava. Leider fängt es nun auch noch an zu regnen. Naja also eher an aus Eimern zu schütten und so fällt unser Stopp am Kratersee von Sarangan aus, denn so können wir nicht raus und sehen können wir schon gar nichts. Also fahren wir weiter und bald hört es auch auf zu regnen und wir können die Landschaft wieder bewundern. Oka gibt uns während der Fahrt wieder Informationen über Land und Leute und auch über die Pflanzen und Bäume am Wegesrand. Wir fahren entlang von Zuckerrohr- und Teakholzplantagen und natürlich zahlreichen kleinen Läden mit Möbeln aus diesen Hölzern. Während der Fahrt versorgt uns Oka wieder einmal mit lokalen Köstlichkeiten. Schließlich entdecken wir am Straßenrand Bauern, die Obst verkaufen unter anderem auch die Stinkfrucht, Durian.

Wir halten an und Oka kauft eine Durian, die er uns gerne zu Probieren gibt. Er erklärt, dass die Frucht für die hiesigen Verhältnisse sehr teuer ist.

Die Durian oder auch Stinkfrucht hat ihren Namen zurecht

Als er die Frucht öffnet strömt uns schon der schreckliche Gestank in die Nase. Das sollen wir nun essen? Aber diese Frucht, die schon so gräßlich stinkt und somit ihrem Namen mehr als gerecht wird, schmeckt auch ekelhaft, so dass ich sie leider ausspucken muss. Dies bringt mir erst mal Gelächter meiner Mitreisenden, aber auch der Einheimischen, die uns beobachten ein. Eine süße Limonade und ein Kaugummi sollen helfen den Geschmack wieder los zu werden. Warum man allerdings so viel Geld bezahlt für so eine Frucht, bleibt mir nach dieser Erfahrung schleierhaft. Weiter geht die Fahrt in Richtung Batu bis wir schließlich am Kratersee Selorejo stoppen. Hier können wir die Aussicht bei einer Tasse Tee oder Kaffee bestaunen. Die Wolken am Himmel sehen bedrohlich aus und schließlich beginnt es wieder zu regnen.

Nach dem strömenden Regen schaut kurz mal die Sonne raus

Also machen wir uns auf den weiteren Weg und halten schließlich an um zu einem Wasserfall zu wandern. Eine schmale Brücke führt uns über einen Fluss hinüber und dann entlang von Reisfelden zu einem Wasserfall und Tempel. Endlich einmal haben wir Glück und das Wetter hält. Der Wasserfall ist durch den vielen Regen heute etwas gößer und das Wasser ist ganz braun. Tatsächlich schaffen wir es heute einmal trockenen Fusses hin und auch wieder zurück zu kommen.

Am frühen Abend erreichen wir schließlich die Stadt Batu, deren Umgebung von Obstplantagen geprägt wird und die ein Wochenendziel der Leute aus der nahe gelegenen Großstadt Malang ist. Am Wochenende verbringen sie gerne ihre Zeit hier, da die Landschaft sehr schön ist und das Klima etwas milder als in der Stadt. Wir beziehen unsere Zimmer und suchen uns noch was zum Abendessen bevor mir wieder ein mal hundemüde in unser Bett fallen.


Tag 9: Wir genießen den Sonnenaufgang von der Terrasse und erkunden noch vor dem Frühstück die schöne parkähnliche Anlage unserer Unterkunft. Nach dem Frühstück fahren wir ca. eine Stunde in die nahe gelegene Großstadt Malang. Zu Fuß geht es dann zum großen Vogelmarkt.

Der Vogelmarkt in Malang

Da Ziervögel in Indonesien sehr beliebt sind findet man hier neben den buntesten Vögeln auch das passende Zubehör. Unzählige Käfige, Tierfutter und vor allem singende Vögel, aber auch Katzen und Hühner werden hier verkauft.

Danach erkunden wir die Stadt weiter zu Fuß. Rund um einen wundervollen kleinen Park inmitten eines Kreisverkehrs ragen riesige alte Bäume empor und prachtvolle Kolonialhäuser, von denen heute eines das Rathaus beherbergt.

Ein wunderschöner kleiner Park in der Mitte des Kreisverkehrs

Ein kleines Stück von hier erntfernt steht unser Bus, der mit uns weiter durch die Stadt fährt in Richtung des chinesischen Viertels. Hier besuchen wir den chinesischen Tempel En Ang Kiong. Ein Tempeldiener begrüßt uns und führt uns herum. Auch das Orakel dürfen wir gerne befragen. Man schüttelt ein Bambusgefäß mit nummerierten Stäbchen bis eines hinausfällt, liest die Nummer ab, bevor der Tempeldiener einem die Bedeutung erklärt. Wir betrachten die vielen verschiedenen buddhistischen, taoistischen und konfuzianischen Altäre bevor wir uns beim Tempeldiener bedanken und schließlich verabschieden.

Der Chinesische Tempel En Ang Kiong

Mit dem Bus geht es weiter durch die Stadt entlang des Idjen Boulevard. Aus dem Bus heraus können wir über die Mauern auf die prächtigen kolonialen Häuser der reichen Holländer schauen. Am Ende der Straße befindet sich auch eine große Kirche im Kolonialstil an der wir kurz stoppen bevor wir schließlich die Stadt in Richtung des nahe gelegenen Dorfes Singosari verlassen. Hier besichtigen wir den hinduistischen Tempel Candi Singosari, der dem Gott Shiva geweiht ist. Wir beginnen am ca. 200 m entfernten Zugang, der von 3 m hohen, furchteinflößenden Wächterfiguren, den Dämonen bewacht wird. Dann gelangen wir zum Tempel, der dem Gott Shiva gewidmet ist und nie vollendet wurde, da das gleichnamige Herrscherhaus der Singhasari Dynastie dem Untergang geweiht war.

Der Tempel Candi Singosari

Danach geht die Fahrt weiter in die nahegelegene Bergwelt bis zum kleinen Ort Sukapura. Hier steigen wir um in einen kleineren Bus, der uns zur Unterkunft am Rande der Kaldera bringt. Während sich unser voll aufgemotzter Partybus mit lauter Musik und LED Beleuchtung die Serpentinenstraße hinauf quält, beginnt es aus Eimern zu regnen.

Nach einer Stunde erreichen wir die Lava View Lodge, wo schon die ersten Verkäufer auf uns warten. Sie sind dick verpackt als wollten sie zu einer Expedition in die Antarktis starten und wollen uns Mützen, Schals oder auch Handschuhe verkaufen. Wir jedoch freuen uns, dass es endlich mal angenehme 20°C sind und wir mal nicht schwitzen müssen. Dankend lehnen wir die von ihnen angepriesenen „Bromo Caps“ ab.

Hinter dem Nebel liegt der Vulkan Bromo

Wir wollen lieber schon mal einen ersten Blick auf den Bromo werfen, stellen aber schnell fest, dass die Wolken uns die Sicht verdecken. Also beziehen wir erst mal unsere Zimmer. Es ist nicht wirklich sauber und irgendwie auch sehr feucht im Zimmer, aber für die wenigen Stunden, die wir schlafen werden wird es schon ausreichen. Also lieber schnell raus aus dem Zimmer um bewaffnet mit der Kamera und Stativ die Umgebung zu erkunden. Einer der Verkäufer begleitet uns und führt uns zu mehreren Aussichtspunkten. Zum Dank kaufen wir natürlich etwas. Voller Freude entdecken wir, dass das Wetter sich gebessert hat und der Blick auf die Caldera und selbst auf den Bromo-Vulkan frei ist. Vor uns erstreckt sich nun eine atemberaubende Landschaft. Nachdem wir erste Fotos gemacht haben und es so langsam dunkel wird, machen wir uns auf den Rückweg zur Lodge um noch was zu Abend zu essen. Um 8 Uhr schließlich wollen wir ins Bett, denn um halb 3 in der Nacht geht die Fahrt für uns schon los zum Aussichtspunkt, von wo wir den Sonnenaufgang genießen wollen.

Zum Glück lichtet sich der Nebel noch für einen Blick auf den Vulkan Bromo

Zu Teil 4 geht es hier >>> hier klicken <<<

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Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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