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Indonesienrundreise, Java und Bali! Teil 5

Aktualisiert: 24. Jan 2019

Eine Reise zu fremden Kulturen, Göttern und Tempeln, Reisfeldern und Wasserbüffeln, Tee- und Kaffeeplantagen, sowie wunderschönen Vulkanlandschaften und Millionenstädten. Wir entführen Euch in diesem Reisebericht nach Indonesien auf die Inseln Java und Bali.

#Reiseblog #Indonesien #Java #Bali


Tag 13: Da unser Programm heute erst um 11 Uhr startet können wir zum ersten Mal in diesem Urlaub wirklich ausschlafen um dann in aller Ruhe unser Frühstück zu genießen und unsere Unterkunft etwas genauer zu erkunden.

Was für eine tolle Unterkunft

Danach machen wir einen kleinen Spaziergang um die Umgebung auszukundschaften und landen schließlich am Strand. Dieser erweist sich allerdings als Enttäuschung. Dass es sich hier um einen schwarzen Kiesstrand handelt, stört uns nicht, aber der ganze Müll am Strand und im Wasser, lädt nicht gerade zum Baden ein. Einige einheimische Fischer, die gerade die Fischernetze einholen erregen unsere Aufmerksamkeit viel mehr und daher beobachten wir sie eine Zeit lang bei der Arbeit.

Einheimische Fischer holen ihr Netz ein

Da der Strand ansonsten nicht zum Verweilen einlädt machen wir uns auf den Rückweg. Dabei stoßen wir auf eine Prozession der Hinduisten. Sie tragen Schreine auf Sänften durch das Dorf und treffen sich an einem Ort nahe des Strandes. Hier liegen auch schon mehrere alte Sänften am Strand oder im Meer.

Eine der Sänften die zum Meer gebracht wurden

Wir wollen natürlich rausfinden, was hier gefeiert wird, finden aber irgendwie niemanden, der uns versteht oder uns Auskunft geben möchte. Also gehen wir zurück zu unserer Unterkunft, wo wir dann gegen 11 Uhr mit einem Kochkurs starten.

Die KuBuKu Lodge war echt eine tolle Unterkunft

Unter Anleitung eines Kochs und auch von Oka bereiten wir heute einmal unser Mittagessen selber zu. Ausgestattet mit einer Schürze schnippeln wir fleißig Gemüse, Knoblauch oder auch Chili klein. Wir bereiten Satay-Spieße vor, machen Frühlingsrollen, oder Dadar Gulung. Dabei handelt es sich um eine in Indonesien und Malaysia beliebte Süßspeise. „Dadar“ bedeutet Pfannkuchen und „Gulung“, gerollt. Die Füllung der grünen Pfannkuchen besteht aus gerösteten Kokosraspeln und Palmzucker und die Färbung erhalten sie von Pandan-Blättern. Oka verrät uns dann auch noch sein Rezept für ein richtig scharfes Sambal. Nachdem aus der Küche noch ein paar weitere Leckereien kommen stehen wir nun vor einem Buffet aus zum Teil selbst gemachten Speisen. Wir genießen unser Essen in aller Ruhe bevor wir aufgrund der wahnsinnigen Hitze, die einen schon in Ruhe schwitzen lässt, den Nachmittag im Pool ausklingen lassen.

Hier lassen wir die Abende mit einem kühlen Bier oder Saft ausklingen

Dabei genießen wir die leckeren frischen Säfte, wie z.B. den der Cherimoya. Diese Frucht wird auch Rahmapfel genannt und hat einen sahnigen Geschmack nach Banane und Vanille.

Abends ziehen wir nochmal los um in einem kleinen Restaurant in der Nähe zu Abend zu essen.



Tag 14: Der heutige Tag steht zur freien Verfügung. Man kann den Tag am Strand genießen, Schnorcheln oder zu einem Tauchausflug starten. Da der Strand uns aber nicht gefallen hat und keiner von uns jemals getaucht ist, beschließen wir Fahrräder auszuleihen und damit eine Tour zu machen. Oka, der heute eigentlich einen freien Tag hat, entscheidet sich kurzerhand dazu uns zu begleiten. Im nahegelegenen kleinen Supermarkt decken wir uns mit Wasser ein und starten unsere Fahrt. Wir erkunden den kleinen Ort und kommen am ersten hinduistischen Tempel, den wir besuchen wollen an, dem Pura Batu Kursi.

Der Pura Batu Kursi Tempel

Wir leihen uns einen Sarong und betreten die Tempelanlage. Da Pemuteran mehr ein Fischerdorf als ein Touristenort ist, haben wir den Tempel ganz für uns alleine und können in Ruhe die Atmosphäre hier genießen und den Erklärungen von Oka lauschen.

Mit einem Sarong gehts dann ins innere des kleinen Tempels

Dann geht es auch schon weiter mit dem Fahrrad durch den kleinen Ort. Überall wachsen die tollsten Früchte, laufen Hühner, Schweine oder auch Kühe frei herum. Wir entdecken einen Tempel nach dem anderen und verstehen schon so langsam, warum man Bali „die Insel der 1000 Tempel“ nennt.

Der Pura Agung Pulaki Tempel wird von einer Affenherde bewacht

Am Pura Agung Pulaki muss man sich vor der Affenherde, die den Tempel bewacht in Acht nehmen. Daher betreten die Gläubigen auch einen von einem „Käfig“ umschlossenen Bereich um ihre Opfergaben dar zu bringen.

In dem Käfig sollte man vor den Affen sicher sein

Nach unserer Tour genießen wir die Abkühlung im Pool und starten mit leckerem Bintang-Radler und Wasser ausgestattet zu einer Wanderung auf einen Aussichtspunkt um den Sonnenuntergang zu genießen. Nach dem Abendessen packen wir mal wieder die Koffer, denn morgen geht es weiter nach Zentralbali.


Tag 15: Nach dem Frühstück erkunden wir das Inselinnere. Wir fahren von Pemuteran nach Ubud und machen dabei auf dem Weg mehrere Zwischenstopps. Zunächst geht es entlang der Küste bis nach Singaraja und dann auf einer recht kurvigen Straße langsam den Berg hoch ins Landesinnere. Es geht vorbei an Reisterrassen, tropischen Pflanzen und idyllisch gelegenen kleinen Dörfern. Dann entdecken wir zwischen dichtem Buschwald einen der schönsten Seen der Insel Bali, der Buyan See.

Der Buyan See auf Bali

Wir halten an einem Aussichtspunkt und genießen den Blick auf den See, den wir uns mit den frechen freilebenden Langschwanzmakaken teilen, die hier bei fabelhafter Aussicht leckere Früchte von den Bäumen verspeisen. An den Hängen der umgebenden Vulkane wachsen viele tropische Früchte wie Passionsfrucht, Tamarilla, Vanille sowie Nelken, Zimtrinde, Zitronengras und Pfeffer. Und dann geht die Fahrt weiter zum berühmten Bratansee, dem zweitgrößten der vier Kraterseen der Insel Bali. Er liegt auf ca. 1200 Metern Höhe in einem alten Vulkankrater. Am Westufer liegt unser nächstes Ziel, der malerische Tempel Pura Ulun Danu Bratan aus dem 17. Jahrhundert, der der Wassergöttin Dewi Danu, die das Wasser für den Reisanbau zur Verfügung stellt, aber auch Shiva und Vishnu gewidmet ist.

Der malerische Tempel Pura Ulun Danu Bratan aus dem 17. Jahrhundert

Ebenso ist auf dem Gelände ein Tempel zur Verehrung Buddhas vorhanden.

Die ist ein buddhistischer Tempel

Der Name des Tempels Ulun Danu bedeutet übersetzt „Kopf des Sees“. Nicht nur der Tempel, sondern auch der See an sich gilt unter Balinesen als heilig. Seinem Wasser werden Heilkräfte zugeschrieben. Bei Vulkanausbrüchen 1917 und 1926 wurden große Teile der Tempelanlage zerstört, seitdem befindet er sich im stetigen Wiederaufbau.

Dem für die Balinesen heiligen See werden Heilkräfte zugeschrieben

Obwohl wir uns diesen Ort mit vielen Touristen teilen müssen genießen wir die wundervolle Atmosphäre und das angenehme Klima. Eigentlich wollen wir hier gar nicht so schnell weg, aber der Besuch des ganz in der Nähe gelegenen Botanischen Gartens Kebun Raya Bali steht auf dem Programm. Mit einer Fläche von 157 Hektar ist es der größte Botanische Garten Indonesiens.

Kebun Raya ist der größte botanische Garten Indonesiens

Hier wachsen z.B. wilde Orchideen, über 100 Bambus- oder Begonienarten, Rhododendren, medizinische Pflanzen oder auch unzählige fleischfressende Pflanzen. Besonders schön ist der Regenwald-Trail oder der märchenhafte Farngarten, der wie aus einem Fantasy-Film erscheint. Ein besonderes Highlight sind jedoch die hunderte von Jahren alten riesigen Feigenbäume. Hier vergeht die Zeit wie im Flug und wir müssen leider aufbrechen.

In Mengwi stoppen wir um den Pura Taman Ayun zu besichtigen, der nach dem Muttertempel Besakih zweitheiligsten Tempelanlage der Insel Bali. Im Pura Taman Ayun befinden sich nicht nur die Schreine der wichtigsten Götter sondern auch einige Ahnenschreine der Herrscherfamilie von Mengwi. Pura Taman Ayun bedeutet übersetzt in etwa „riesiger Garten“, „schwimmender Blumengarten“ oder auch „Tempel des schwimmenden Gartens“. Nach einem Besuch versteht man die Namensgebung auch.

Hier wird der Geburtstag des Tempels Pura Taman Ayun gefeiert

Wir haben Glück, dass hier heute ein hinduistisches Fest, nämlich der Geburtstag des Tempels gefeiert wird. Der Jahrestag der Tempelweihe gehört zu den Höhepunkten des Festkalenders. Dabei sind die Hauptanliegen der Empfang der Tempelgötter, die rituelle Reinigung des Dorfs und die Vertreibung böser Geister und Dämonen. Daher ist die Stadt und vor allem der Tempel wundervoll geschmückt und die Gläubigen strömen in Scharen zum Tempel.

Wir bewundern die schönen Kleider und die riesigen Opfergaben. Mit unglaublichem Geschick balancieren Frauen farbenprächtige, bis zu 1 m hohe Türme aus Reiskuchen, Früchten und Blumen. Im Tempel werden die Opfergaben gesegnet, verweilen für die Dauer des Fests dort und werden am Ende des Fests aber mit nach Hause genommen und verspeist. Wir umrunden den Tempel, denn ins Innere dürfen nur die Gläubigen selbst, können aber die Zeremonie von hier bestaunen.

Da es schon später Nachmittag ist fahren wir nun weiter nach Ubud, wo wir in einer Holzschnitzerwerkstatt den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen dürfen.

Eine Holzschnitzerwerkstatt in der Nähe von Ubud

Nach dem Einchecken im Hotel The Grand Sunti, wo wir mit einem leckeren Saft begrüßt werden, machen wir uns auf den Weg ins Zentrum und lassen den Abend bei einem sehr leckeren Abendessen im Restaurant „Three Monkeys“ ausklingen.


Tag 16: Heute geht es nach dem Frühstück erst mal mit dem Bus raus aus der Stadt und dann rauf auf den Drahtesel. Wir machen heute eine geführte Fahrradtour um die Gegend zu erkunden. Die Fahrt führt uns entlang von Reisfeldern und auch durch kleine Dörfer. Bei einer Grundschule stoppen wir, denn die Kinder haben gerade Pause. Unsere Guides fragen nach, ob wir uns die Schule mal ansehen dürfen und so befinden wir uns wenige Minuten später auf Erkundungstour durch die Schule.

Auf unserer Fahrradtour dürfen wir eine balinesische Schule besichtigen

Die Kinder zeigen uns ihre Klassenräume und testen ihre Englischkenntnisse. Danach wollen sie natürlich noch eine Runde Fußball spielen bevor der Unterricht weitergeht und wir uns verabschieden. Weiter geht die Fahrt bis wir in einem kleinen Dorf stoppen um uns anzuschauen, wie eine balinesische Familie lebt. Sie führem uns herum und zeigen uns, dass sie mehrere kleine Häuser bewohnen. In einem ist die Küche untergebracht, im nächsten schläft die Familie und wieder in einem anderen wohnt eines der Kinder mit seiner Familie. Im Hinterhof befindet sich ein Garten und auch Hühner, sowie ein paar Schweine leben hier. Nachdem wir nun einen Eindruck davon haben, wie die ländliche Bevölkerung hier lebt, fahren wir weiter.

Überall im Dorf liegt der Reis auf Tüchern zum Trocknen aus, Hühner laufen über die Straße und Kinder winken. An einem der drei Dorftempel machen wir eine kleine Pause um was zu trinken und uns mit einer Banane zu stärken. Dann genießen wir den Fahrtwind, denn es geht bergab entlang der Reisfelder.

Die Reisernte wird noch komplett von Hand erledigt

Wir stoppen um bei der Reisernte zuzuschauen. Oka erklärt uns die dafür notwendigen Arbeitsschritte, während wir den Einheimischen zuschauen, wie sie alle Arbeiten von Hand erledigen. Ein Stück unterhalb entdecken wir die erste Maschine bei der Ernte. Das Feld ist abgeerntet und nun kämpft sich der Bauer durch den schlammigen Boden hinter der Maschine her, die den Boden umwälzt. Bis fast zu den Knien geht er im Boden ein. Das muss eine wirklich anstrengende Arbeit sein.

Hier wird der Boden für die nächste Aussaht vorbereitet

Nun geht’s zum letzten Teil unserer Fahrradtour. Eine letzte Steigung müssen wir noch überwinden bevor wir von unserem Drahtesel steigen. Während wir uns hier erst mal kalte Getränke gönnen, werden die Fahrräder verstaut. Eine ältere Dame kommt zu uns, und möchte unsere leeren Wasserflaschen haben, die wir ihr gerne überlassen.

Ein Portrait einer Plastiksammlerin die uns am Straßenrand um unsere leeren Flaschen bat

Dann fahren wir zum Mittagessen. Die Agentur, die die geführten Fahrradtouren anbietet hat ein wundervolles Buffet mit landestypischen Speisen für uns vorbereitet. Nachdem wir unser Essen, das wir uns mehr als verdient haben, genossen haben fahren wir zurück zum Hotel. Wir genießen die kühle Dusche und machen uns fertig um zum Tanah Lot Tempel zu fahren.

Auf einer landschaftlich reizvollen Strecke fahren wir zur Südwestküste Balis. Wir entdecken wundervoll geschmückte Dörfer und wieder einmal ein Dorf, in dem der Tempelgeburtstag gefeiert wird. Da die Zeit drängt fährt unser Fahrer ohne Zwischenstopp zügig weiter.

Hier wird auch wieder der Geburtstag eines Tempels gefeiert

Dort angekommen, müssen wir erst einmal die vielen Verkaufsstände hinter uns lassen, denn der Tempel gehört zu einem der touristischen Highlights der Insel. Endlich entdecken wir den wundervollen Pura Tanah Lot, einen der wichtigsten und heiligsten Tempel Balis. Er gehört zu den neun Staatstempeln der Insel. Zugleich ist er eines der bekanntesten und beliebtesten Ausflugsziele für einheimische und ausländische Besucher.

Wenn die Flut kommt, steht das Wasser bis zum Eingang des Tempels

Der hinduistische Meerestempel liegt auf einem Felsen direkt vor dem Ufer. Daher kommt auch sein Name. Tanah bedeutet nämlich „Land“ und Lot bedeutet „Meer“, zusammen also „Land inmitten des Meeres“. Gott sei Dank ist Ebbe, denn nur dann ist der Tempel auf dem Felsen zu erreichen. Bei Flut spülen meterhohe Wellen über den Zugangsweg. Wir genießen den Blick auf den Tempel und machen uns auf den Weg um näher zum Tempel zu gelangen. Wie bei allen balinesischen Tempeln ist der Zutritt zum Tempelinneren nur gläubigen Hindus gestattet. Die Treppe dürfen wir betreten, den Innenhof mit den fünf Schreinen, die den Meeresgöttern geweiht sind, allerdings nicht.

Am Fuße des Felsens bildet sich eine lange Schlange gläubiger Hinduisten. Hier befindet sich eine kleine Höhle mit einer Süßwasserquelle. Diese entspringt hier also mitten im Meer, ist überaus heilig und wird ständig von einem Priester betreut. Wir fragen, ob auch wir dieses Ritual durchführen dürfen und bekommen die Erlaubnis. Zuerst sollen wir uns die Hände und das Gesicht mit dem Wasser der Quelle waschen und dann einen Schluck des Wassers trinken, bevor wir von einem Priester Reiskörner auf die Stirn geklebt bekommen, als Symbol der Weisheit. Auch eine Frangipaniblüte steckt er uns hinter das Ohr, als Zeichen dafür, dass wir gerade gebetet haben. Wir sind froh, dass wir dieses Ritual in der Höhle durchführen durften und machen uns auf den Weg ein schönes Plätzchen für den Sonnenuntergang zu finden. In einiger Entfernung finden wir schließlich einen recht ruhigen Platz auf einem Felsen. Von hier aus genießen wir drei ganz alleine die wundervolle Abendstimmung.

Gleich nach Sonnenuntergang gehen wir am Strand entlang zurück, denn so langsam setzt die Flut ein. Unser Fahrer wartet schon und bringt uns zurück nach Ubud, wo wir dann noch in der Nähe des Hotels gemütlich zu Abend essen.


Zum letzten Teil der Reise geht es hier >>> hier klicken <<<

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Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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