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  • Andreas & Verena

Indonesienrundreise, Java und Bali letzter Teil!

Aktualisiert: 24. Jan 2019


Eine Reise zu fremden Kulturen, Göttern und Tempeln, Reisfeldern und Wasserbüffeln, Tee- und Kaffeeplantagen, sowie wunderschönen Vulkanlandschaften und Millionenstädten. Wir entführen Euch in diesem Reisebericht nach Indonesien auf die Inseln Java und Bali.

#Reiseblog #Indonesien #Java #Bali


Die Tegalalang Reisterrassen nahe Ubud

Tag 17:

Heute trennen sich unsere Wege am Vormittag. Während ich zu Fuß zum nahegelegenen Affenwald in Ubud aufbreche, fahren die beiden Männer zusammen mit Oka zum Rafting.

Vom Hotel aus schlendere ich gemütlich vorbei an kleinen Läden und Restaurants und schaffe es natürlich nicht, am Affenwald anzukommen, ohne mich im ein oder anderen Laden umzuschauen. Denn ich bin auf der Suche nach einem Buddha, werde aber leider noch nicht fündig.

Am Eingang des Affenwaldes entdecke ich schon die ersten frechen Affen, die nur darauf warten, dass sie etwas Essbares oder auch andere Gegenstände, die sie als Spielzeug ansehen, von den Besuchern klauen können. Daher bereite ich die Kamera schon außerhalb vor und verstaue alle losen Gegenstände, wie meine Sonnenbrille in meinem Rucksack. Ausgestattet mit einer Übersichtskarte betrete ich den Affenwald. Es gibt viele verschiedene Wege, Plätze oder auch Tempel zu erkunden. Aber erst einmal muss ich an den ersten Langschwanzmakaken vorbei, die darauf warten gefüttert oder beschäftigt zu werden. Wer die Tiere unbedingt füttern möchte, sollte sehr vorsichtig sein. Im Eifer des Gefechts können sie, wie mir schnell bewusst wird, schon mal bissig werden.

Der Affenwald in Ubud

Der Wald ist ein Schutzgebiet für drei Gruppen von Langschwanzmakaken und ein heiliger Ort für die Balinesen. Der uralte Baumbestand aus Banyanbäumen blieb daher unangetastet und so befinde ich mich zwischen riesigen Bäumen mit Luftwurzeln und darin rumtobenden Affen. Diese sollen die Nachkommen des mythischen Affengenerals Hanuman sein. Ich erkunde den verwunschenen Märchenwald, während ich mich vor den frechen Affen in Acht nehmen muss. Da ich sehe, wie manche Makaken die Besucher anspringen, traue ich ihnen recht schnell nicht mehr.

Schließlich gelange ich zum Tempelkomplex, der sich hier im Affenwald befindet, dem Pura Dalem Agung.

Der Pura Dalem Agung ist der Tempel der Todesgöttin Durga

Da es sich um den Tempel der Todesgöttin Durga handelt, sind die Steinreliefs entsprechend düster und grotesk.

Auf meinem weiteren Weg über Holzstege gelange ich in eine Art Schlucht, als plötzlich ein Affe auf meinen Rucksack und von dort und auf den nächsten Baum springt. Aber hier kommt wohl niemand aus dem Wald heraus ohne Kontakt mit ihnen.

Ich komme vorbei am Beji Tempel und gelange über eine steinerne Brücke zum Prajapati Tempel und dem Friedhof. Dieser Friedhof gilt nur als temporäre Stätte der Toten, die dann nach einigen Jahren bei einer Massenzeremonie verbrannt werden.

Ich stelle fest, dass ich nun schon seit über zwei Stunden im Monkey Forest bin und verlasse ihn schließlich um weiter durch Ubud zu schlendern und die belebte Innenstadt zu erkunden. Immer noch auf der Suche nach einem Buddha gelange ich zum großen Markt in Ubud. Hier herrscht reges Treiben und überall wird gehandelt und wir drei treffen uns schließlich auch wieder. Die beiden haben natürlich viel von ihrer Raftingtour zu erzählen. Nachdem wir einander von unseren Erlebnissen berichtet haben begutachten wir zusammen die Waren auf dem Markt, die teilweise sehr schön, teilweise aber auch Massenware sind. Und so ist immer noch kein Buddha für mich dabei... Nun wird es aber Zeit zu den Tegalalang Reisterrassen aufzubrechen. Diese liegen etwa 11 km nördlich von Ubud und gehören zu den meist besuchten Orten Balis. Ein Insidertipp ist es also nicht, aber uns hat es trotzdem sehr begeistert. Schon von der Straße, an der sich viele kleine Restaurants befinden, bietet sich ein wundervoller Ausblick auf die Reisterrassen. Hier sieht man das typische Bild, das man mit Bali in Verbindung bringt, nämlich saftig grüne, terrassenförmig angelegte Reisfelder. Viele Touristen bestaunen diese nur von der Straße aus, aber man sollte sich die Zeit für einen Spaziergang durch die Reisfelder nehmen. Denn auf dem Weg hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf bieten sich ständig neue und wundervolle Ausblicke. Außerdem kann man den Reisbauern bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Die Tegalalang Reisterrassen sind kein Insidertipp, lohnen sich aber trotzdem

Das Licht ist am späten Nachmittag wirklich wundervoll und zum Fotografieren bestens geeignet und man findet auf dem Spaziergang zwischen den Reisfeldern auch ruhige Orte, die man sich nicht wie an der Hauptstraße, mit unzähligen Touristen teilen muss.

Es gibt hier immer wieder tolle Fotospots

Welche Arbeit es wohl sein muss solche Reisterrassen anzulegen und zu bewirtschaften.

Mauern und Dämme stützen die Felder und ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem führt das Wasser zu jedem Feld. Durch das hier herrschende Klima und den nährstoffreichen Boden können die Bauern auf Bali bis zu drei mal im Jahr Reis ernten und man kann hier die Felder in unterschiedlichen Wachstumsphasen sehen. Wir wandern bis zum Sonnenuntergang durch die Reisfelder und genießen die abendliche Stimmung.

Gegen Abend wird das Licht besonders schön zum Fotografieren

Dann geht’s zurück nach Ubud und vorbei an unzähligen Handwerksbetrieben. Wir entdecken unzählige Buddhas und halten schließlich an. Leider haben die Geschäfte schon geschlossen und ich gebe die Hoffnung auf, meinen Buddha noch zu finden. Zurück in der Stadt machen wir uns auf den Weg nach etwas Essbarem. Wir entdecken ein Restaurant in dem sie Indonesische Reistafel anbieten und wollen dies gerne probieren. Während der Kolonialherrschaft der Holländer entstand diese Art eines Festmahls. Man sitzt in geselliger Runde und auf dem Tisch stehen zahlreiche verschiedene indonesische Gerichte und natürlich Reis. So wie ein kleines Buffet am eigenen Tisch. Und so genießen wir das Essen und probieren uns durch die einzelnen Gerichte.



Tag 18:


Heute unterstützen wir mit unserem Programm ein Schulprojekt. Wir fahren zu einer Schule für behinderte Kinder und werden von der Schulleitung und einigen Lehrern begrüßt.

In einem Pavillon im Garten der Schule lernen wir heute Opfergaben für den späteren Tempelbesuch anzufertigen. Dabei haben wir wirklich viel Spaß und nach ein bißchen Übung sehen unsere Opfergaben auch richtig schön aus.

Hier unterstützen wir ein Schulprojekt für behinderte Kinder

Außerdem lernen wir, dass die Balinesen mit diesen Opfergaben die Götter und Dämonen beschwichtigen und gnädig stimmen wollen. Dazu werden kleine Körbchen aus Palmenblättern gebastelt und z.B. mit Blüten, Reiskörnern, Süßigkeiten, Gebäck oder Früchten bestückt. Diese werden dann täglich an Tempeln, Götter- und Dämonenstatuen, in Hotels, Schulen oder Geschäften ausgelegt. Die Opfergaben auf dem Boden sind den Dämonen geweiht, die auf den Tempeltischen den Göttern. Jede Familie hat einen eigenen Haustempel. Je größer der Haustempel, desto wohlhabender ist die Familie.

Diese Opfergaben haben wir zum Teil selbst gebastelt

Dann werden wir passend für unseren Tempelbesuch eingekleidet mit einem Sarong und auch einem traditionellen Kopfschmuck für die Männer, da uns der Zutritt sonst nicht gestattet ist.

Mit dem Bus fahren wir dann zu den Königsgräbern von Gunung Kawi bei Tampaksiring. Vom Parkplatz aus gelangen wir über rund 300 Treppenstufen, entlang wunderschöner Reisterrassen zum Tal des Pakerisan-Flusses.

Entlang von wunderschönen Reisterrassen gelangen wir zu den Königsgräbern von Gunung Kawi

Über eine Brücke gelangt man dann zur Hauptgruppe.

Die Gräber von Gunung Kawi stammen aus dem 11. Jahrhundert, wurden aber erst 1920 entdeckt. Sie wurden unter König Anak Wungsu zu Ehren seiner Familie errichtet. Für den Vater und früheren Herrscher Balis, König Udayana, dessen Frau Mahendradatta und dessen Söhne Airlanga, Marakata und Anak Wungsu selbst. Da die Gräber keine Urnen der Familienmitglieder bergen, handelt es sich eher um Gedenkstätten als um Gräber.

Nur wenige Meter neben den Felsentempeln befindet sich eine alte Mönchsklause mit schmalen Gängen und engen, aus den Felsen gehauenen Steinkammern, die aus dem 9. Jahrhundert stammen. Außerdem gibt es vier weitere Felsengräber auf der anderen Seite des Flusses. Sie sollen den weniger bedeutenden Königinnen und Konkubinen König Udayanas gewidmet sein. Wenn man alle besichtigen möchte, sollte man mindestens ein- bis eineinhalb Stunden Zeit einplanen.

Nun müssen wir leider die vielen Stufen in der Mittagshitze wieder erklimmen um zum Parkplatz zu gelangen. Aber es gibt immer wieder Bänke um zu pausieren oder man schaut sich an einem der vielen Souvenirständen um.

Nach einer kurzen Stärkung geht die Fahrt weiter zum Pura Tirta Empul ("sprudelnde Quelle") einer von Balis heiligsten und wichtigsten Tempelanlagen, der zu den neun Staatstempeln gehört. Erbaut wurde der Pura Tirta Empul im Jahre 926 während der Warmadewa Dynastie. Er liegt im Zenrtrum der Insel an der Quelle des Flusses Pakrisan und ist vor allem wegen des heiligen Quellwassers bekannt das dort zu Tage tritt.

Der Tempel Pura Tirta Empul ("sprudelnde Quelle") ist einer von Balis heiligsten und wichtigsten Tempelanlagen

Hinduistische Gläubige kommen regelmäßig hierher um sich zu reinigen und von Krankheiten und sonstigen Problemen zu befreien. Jede der einzelnen Fontänen, die ihr Wasser ins Quellbecken ergießen, soll dabei für eine ganz bestimmte Aufgabenstellung zuständig sein, wobei die genaue Zuordnung aber heute nicht mehr bekannt ist. Wer also auf Nummer Sicher gehen möchte, der führt unter jeder davon ein kleines Reinigungsritual durch.

Nach hinduistischem Glauben kann man sich unter diesen Fontänen von Krankheiten oder von sonstigen Problemen befreien

Die Quelle wird vermutlich direkt von einem der großen Vulkane gespeist und versiegt selbst in Zeiten größter Trockenheit nicht. Die heutigen Mauern sind jüngeren Datums, werden aber ohnehin ständig ausgebessert und restauriert. Gleich neben der Tempelanlage befindet sich eine große und moderne Villa. Diese wurde für President Sukarno erbaut, der den Tempel 1954 besuchte. Heute werden dort Staatsgäste untergebracht, darunter auch schon Angela Merkel.

Obwohl der Tempel bei Gläubigen und Touristen gleichermaßen beliebt ist findet man immer mal einen ruhigen Platz um die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Der Tempel ist unter einheimischen und Touristen sehr beliebt

Wir stellen unsere Opfergaben hier auf den Tempeltisch und waschen uns Hände und Gesicht mit dem Wasser der Quelle. Viele Gläubige jedoch begeben sich ganz ins Wasser und gehen von Fontäne zu Fontäne.

Viel zu schnell vergeht die Zeit hier und wir müssen leider weiter fahren. Wir stoppen um den Ausblick auf den Gunung Batur (1717m), Balis aktivsten Vulkan und seinen Vulkansee zu genießen.

Ausblick auf den Gunung Batur (1717m), Balis aktivsten Vulkan und seinen Vulkansee

Oka erklärt uns, dass der See fast 100 Meter tief, 140 Quadratkilometer groß und für Bali mit 20°C relativ kalt ist. Entstanden ist der Kratersee wie die ganze Insel Bali durch vulkanische Aktivität vor Millionen von Jahren. Leider schlägt das Wetter gerade um und dunkle Wolken ziehen auf. Also gehen wir schnell zurück zum kleinen Bus und werden tatsächlich noch nass. Dann fahren wir nach Sanur, unserer letzten Station der Reise.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben wollen wir zum Strand um den Sonnenuntergang zu genießen und danach noch was zu Abend zu essen.

Tag 19:

Nach einem leckeren Frühstück starten wir zu unserer heutigen Tagestour. Unsere erste Station ist der Tegenungan Wasserfall südöstlich von Ubud.

Er befindet sich versteckt im schönen grünen Regenwald und ist einer der wenigen Wasserfälle auf Bali, der nicht im Hoch- oder Gebirgsland liegt. Vom Parkplatz gehen wir entlang einiger Souvenirstände in Richtung des Wasserfalls und erhaschen schon bald den ersten Ausblick.

Der Tegenungan Wasserfall südöstlich von Ubud

Nun wollen wir natürlich ins Tal um näher an den Wasserfall zu kommen. Und so stehen wir 10 Minuten später am Fuß des Wasserfalls und genießen die kühle Brise, die uns von der Gischt entgegenströmt. Da hier nur wenige Touristen, dafür aber mehr Einheimische anzutreffen sind, können wir unseren Aufenthalt hier wirklich genießen. Wir entdecken schließlich auch eine Quelle der Hinduisten mit heiligem Wasser sowie ein wunderschönes herzförmiges Wasserbecken.

Das herzförmige Wasserbecken am Tegenungan Wasserfall

Nach der angenehmen Abkühlung machen wir uns nun auf den Rückweg zum Auto um weiter zur legendenumwobenen Goa Gajah, einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel Bali zu fahren. Die auch als Elefantenhöhle bekannte Anlage liegt etwa 8 Kilometer nördlich von hier entfernt und zieht Besucher aus aller Welt magisch an, was uns schon am Andrang auf dem Parkplatz bewusst wird. Obwohl das Heiligtum vermutlich aus dem 11. Jahrhundert stammt, wurde es erst 1923 von einem niederländischen Archäologen wiederentdeckt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Höhle wohl einst shivaistischen Eremiten als Mönchsklause gedient hat.

Die Goa Gajah oder auch Elefantenhöhle ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Bali

Nun, da wir vor dem Eingang der von Menschenhand geschaffenen Höhle stehen, wollen wir natürlich auch das Innere erkunden.

Die Nischen in den Innenwänden dienten wahrscheinlich einst als Meditationsstätten für die Mönche. Wir entdecken schließlich im Dämmerlicht eine Statue von Ganesha, dem elefantenköpfigen Sohn von Shiva, dem das Heiligtum wahrscheinlich auch seinen Namen verdankt.

Außerhalb befindet sich ein prächtig geschmückter Badeplatz wobei das Wasser aus Figuren von Wassernymphen in das Becken gelangt.

Ein schöner Spaziergang durch die Tempelanlage

Anschließend steigen wir einen steilen Pfad hinab ins Tal des Petanu und gelangen schließlich zu einem buddhistischen Tempel. Hier machen wir kehrt und spazieren durch das wunderschöne Tal zurück zu unserem Auto.

Weiter gehts durch den tollen Garten der Tempelanlage

Da ich immer noch auf der Suche nach einem Buddha aus Holz bin, fahren wir nochmal zu den Geschäften an der Straße von Ubud nach Tegalalang. Diesmal sind die Läden geöffnet und nach einiger Zeit entdecke ich unter hunderten von Buddhas schließlich den Einen. Nur wenige Minuten später sitzen wir gut gelaunt zusammen mit unserem Buddha wieder im Auto um zu den Reisterrassen von Jatiluwih aufzubrechen.

Jatiluwih heißt auf Balinesisch "wunderschön". Und schließlich macht dieser Ort seinem Namen auch alle Ehre. Entlang einer kurvenreichen Straße halten wir immer wieder an Aussichtspunkten an um die kunstvoll angelegten und in den Hang des Vulkans Gunung Batukaru gehauenen Reisterrassen zu bestaunen, die wirklich wundervoll sind. Oka erklärt uns, dass Meter für Meter, der in rund 700 Metern Höhe gelegenen Reisfelder, in schweißtreibender Arbeit angelegt wurde. Dafür musste einst der Boden aufgeklopft werden und Kanäle und Schleusen mussten für das ausgefeilte Bewässerungssystem durch die hügelige Landschaft gezogen werden. Und das Allerschönste ist, dass es hier nicht so von Touristen wimmelt und sich hier die Ursprünglichkeit Balis noch erhalten hat - zumindest für den Moment.

Die Reisterrassen von Jatiluwih zählen seit 2012 auf Bali zum UNESCO-Weltkulturerbe

Die Reisterrassen von Jatiluwih zählen seit 2012 zusammen mit vier anderen Reisanbaugebieten auf Bali zum UNESCO-Weltkulturerbe. Genau genommen sind es nicht die Reisfelder, die bei der UNESCO gelistet sind, sondern fünf bedeutende Subak-Landschaften. Subaks sind Bewässerungs-Genossenschaften, die auf Bali seit dem 9. Jahrhundert bestehen und die Reisfelder bewirtschaften. Für die Bewässerung der Reisterrassen wird Wasser aus den Bergen mittels Kanälen, Dämmen und Schleusen von den Hängen in die Täler und von Feld zu Feld geleitet. Auf diese Art ist es möglich, die Reisfelder auch während der Trockenzeit zu bewässern und bis zu dreimal im Jahr Reis zu ernten. Reisanbau auf Bali ist eng mit religiösen Riten und Zeremonien verknüpft. In großen Tempeln und in kleinen Schreinen auf den Feldern huldigt man der Schutzgöttin des Reises, Dewi Sri.

Bei unserem Besuch waren hier sehr wenige Touristen und ein Spaziergang durch die Felder war wunderschön

Uns reicht es nicht, die Reisterrassen nur von den Aussichtspunkten zu bestaunen und so wandern wir auch noch ein Stück durch diese atemberaubende Landschaft. Als wir die Straße wieder erreichen ruft Oka unseren Fahrer an, der uns dann abholen kommt. Wieder einmal haben wir Glück gehabt, denn wir sitzen noch nicht richtig im Auto als es anfängt zu regnen.

Immer wieder fanden wir neue Perspektiven zum Fotografieren

Nun fahren wir zielstrebig nach Petulu um diesen Ort noch vor der Dämmerung zu erreichen. Dieser kleine und vom Tourismus noch unberührte Ort hat ein bisschen was von Hitchcock’s „Die Vögel“. Jeden Abend zur Dämmerung fallen tausende von Reihern in das kleine Dörfchen Petulu im Landesinneren von Bali ein. Dieses Schauspiel wollen wir nun bewundern. Wir gehen zu einem Haus im Ort mit einer überdachten Dachterrasse. Wir kaufen ein paar Getränke und Snacks bei den Einheimischen und sind bereit für das Schauspiel. Und schon entdecken wir die ersten weißen Reiher, die in den riesigen Bäumen um uns herum landen.

Das kleine Dörfchen Petulu im Landesinneren von Bali lädt zu einem besonderen Schauspiel ein

Warum jedoch kommen die Reiher jeden Abend nach Petulu? Die Einheimischen sagen, dass in Petulu nach den Unruhen 1966 eine Zeremonie zum Gedenken der Ermordeten und zum Schutz der Überlebenden stattfand. Kurz danach kamen die Vögel zum ersten mal. Und seitdem kommen Tag für Tag tausende von Reihern nach Petulu und lassen sich hier zur Ruhe nieder. Davor hatte man die Reiher in Petulu wohl nie gesehen.

Ob dies nun wirklich der Grund dafür ist, weiß niemand so genau. Fest steht aber auf jeden Fall, dass dieser Ort und das abendliche Auftauchen der Reiher etwas Magisches an sich haben.

Da heute unser letzter Abend auf Bali und auch der letzte unserer Reise ist, war dieser kleine noch sehr ursprüngliche Ort ein toller Abschluss einer unglaublichen Reise.

Den Abschluss unserer Reise genossen wir im Hard Rock Cafe von Bali

Nun fahren wir noch zum Hard Rock Café in Denpasar um mit Oka unseren Abschied zu feiern und uns bei ihm zu bedanken. Noch nie im Leben war er in einem Hard Rock Café, da es für ihn dort viel zu teuer ist. Aber er besitzt einige nachgemachte T-Shirts auf die er sehr stolz ist. Daher ist es für uns eine Ehre unseren Guide heute Abend einzuladen. Bei Live-Musik, gutem Essen und etlichen Drinks feiern wir heute unseren Abschied.



Tag 20:


Jede schöne Reise geht einmal zu Ende, so auch diese. Nach dem Frühstück entspannen wir noch für zwei Stündchen am Pool, bevor wir ein letztes Mal für diese Reise unsere Koffer packen.

Denn nun heißt es Abschied nehmen von Indonesien und von Oka, der uns auf dieser Reise ans Herz gewachsen ist. Wir hatten eine wunderschöne Zeit mit ihm und sind ihm noch heute dankbar dafür, dass er für uns mehr als nur seine "Arbeit" gemacht hat.

Wir durften eintauchen in eine fremde Kultur, wundervolle Landschaften und hatten wirklich eindrucksvolle Begegnungen mit den freundlichen Menschen auf Java und Bali.

Etwas wehmütig sitzen wir daher im Bus auf dem Weg zum Flughafen und hängen unseren Gedanken nach. Aber alle schönen Reisen haben nun einmal irgendwann ein Ende, die Erinnerungen jedoch bleiben für immer.

Und so sitzen wir also wieder im Flugzeug auf dem Weg nach Frankfurt - in eine ganz andere Welt...




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Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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