Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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Good Morning Vietnam! Reiseblog Teil 1 / 4

Aktualisiert: 5. Mai 2019

Chào mừng! Herzlich Willkommen! Eine Reise von der quirligen Hauptstadt Hanoi zur Halongbucht, weiter nach Zentralvietnam bis hin nach Ho-Chi-Minh-Stadt ( besser als Saigon bekannt ), rein ins Mekong-Delta und mit einem Abstecher nach Kambodscha zu den Tempeln von Angkor.

#vietnam #reiseblog #angkor

Ein typischer Laden in Hanoi

Tag 1 Wir erkunden Hanoi:



Wir landen am frühen Morgen in "Hanoi", der Hauptstadt Vietnams, wo wir von unserem Guide Tan mit einem „Chào mừng“- herzlich Willkommen in Vietnam begrüßt werden. Mit einem kleinen Bus fahren wir in Richtung Zentrum zu unserem Hotel "La belle vie“. Naja, also eigentlich stehen wir mehr im Stau als zu fahren und haben daher viel Zeit das quirlige Treiben der Vietnamesen zu beobachten. Wir sind das erste Mal in Asien, stellen aber schon jetzt fest, dass es genau so ist, wie wir es aus dem Fernseher kennen. Um uns herum fahren unzählige Roller, Fahrräder, Busse oder auch kleine Transporter. Rechts und links der Straße sind überall kleine Läden und Garküchen. Typisch asiatisch eben! Schließlich kommen wir irgendwann am Hotel an und nach einem kurzen Nickerchen brechen wir auf zu einem Spaziergang durch Hanois Altstadt. Wir schlendern durch die kleinen Gassen, die nach den Waren oder dem Handwerk das hier ursprünglich verkauft wurde benannt sind. In dem Getümmel wissen wir nicht wohin wir zuerst schauen sollen. Überall wollen Händler ihre uns zum großen Teil unbekannte Ware anbieten während um uns herum ein quirliges Treiben herrscht. Irgendwann gelangen wir aus den Gassen heraus an eine große Straße, die um den "Ho Hoan Kiem See" im Zentrum Hanois führt. Wir wollen die Straße überqueren um zum Jadeberg Tempel auf dem See zu gelangen. Wie sich herausstellt ist das Überqueren der Straße, kennt man erst einmal den Trick, einfacher als wir es uns vorgestellt haben. Tan erklärt uns, dass wir ganz langsam über die Straße gehen sollen, denn die Vietnamesen würden einfach um uns herum fahren. Was total chaotisch und gefährlich wirkt, funktioniert schließlich und wir kommen lebend auf der anderen Seite an. Über die "rote Brücke der aufgehenden Sonne“ gelangen wir hinüber auf die Jadeberg Insel und zum Tempel.


Der Tempel auf der Jadeberg Insel

Es ist ein daoistischer Tempel zur Verehrung dreier Gottheiten. Quan Cong, der rotgesichtige General mit seinem Pferd, La To, der Gott der Heilkundigen und Van Xuong, der auf einem Thron sitzende Schutzgott der Literaten. Langsam wird es dunkel und wir bewundern die Lichter der Stadt und die Weihnachtsbeleuchtungen. Nun wird es Zeit in Richtung "Thang-Long-Wasserpuppentheater" aufzubrechen. Die Aufführung hier ist weltweit einmalig. So sitzen wir schließlich in der zweiten Reihe und schauen uns die mit Puppen erzählten Geschichten, die untermalt werden von traditionellen Instrumenten, verwundert an. Die Puppenspieler stehen dabei hinter einem Bambusvorhang bis zur Hälfte im Wasser und bewegen die Puppen mit Seilen. Die Musik klingt für europäische Ohren ein wenig schräg, dennoch ist es eine sehenswerte und auch zum Teil sehr lustige Vorführung. Zum Abschluss des Tages essen wir im Restaurant "Koto", einem Projekt in dem Straßenkinder zu Köchen ausgebildet werden und so eine Perspektive für die Zukunft erhalten.


Thang-Long-Wasserpuppentheater in Hanoi

Tag 2 Der Literaturtempel und das Ho-Chi-Minh-Mausoleum:



Wir starten schon früh mit der Besichtigung des "Literaturtempels", der ersten Nationalakademie Vietnams. Er war über 800 Jahre hinweg ein Zentrum für konfuzianische Bildung.Wir betreten den Tempel durch ein prächtiges dreitüriges Tor und dürfen durch das mittlere Tor treten, obwohl dies normalerweise allein dem Kaiser vorbehalten war. Durch mehrere Portale gelangen wir immer wieder in wunderschön angelegte Höfe mit Lotusteichen, uralten knorrigen Bäumen, Skulpturen oder Bonsai Bäumen und gelangen schließlich zum "Großen Haus der Zeremonien“ und der "Halle des Großen Erfolgs“. Auf 82 von Schildkröten getragenen Steintafeln sind die Namen von 1306 Doktoren aufgelistet, die hier ihre harten Prüfungen absolviert haben.


Der Literaturtempel in Hanoi

Im Anschluss daran geht es weiter zum "Ho-Chi-Minh-Mausoleum". Wir bewundern diesen 22 Meter hohen, kubischen Bau aus grauem Marmor vom riesigen Vorplatz aus. In großen Lettern steht dort geschrieben: "Es gibt nichts wertvolleres als Unabhängigkeit und Freiheit“. Ehrfurchtsvoll ziehen Abordnungen anderer Länder und Anhänger Ho-Chi-Minhs in einer langen Schlange an uns vorbei, legen Blumenkränze ab und gelangen schließlich ins Innere. Dort liegt er aufgebahrt in einem gläsernen Sarkophag. Tan erklärt uns, dass dieser wohl eher bescheidene Mann eigentlich in seinem Testament geschrieben hatte, dass er verbrannt werden möchte und die Asche über das Land verstreut werden sollte. Traurig, dass nicht einmal sein letzter Wille respektiert wurde.

Wir gehen weiter zum Präsidentenpalast, den Ho-Chi-Minh niemals bewohnte und hinein in den wunderschönen botanischen Garten. Hier besuchen wir sein kleines, schlichtes und auf Pfählen erbautes Holzhaus mit einem kleinen Schlaf- und Arbeitszimmer, sowie einem riesigen Konferenztisch. Riesige Mango- und Mandelbäume spenden uns hier Schatten. Am Ende des Gartens gelangen wir zur Einsäulenpagode, die der Göttin der Barmherzigkeit gewidmet ist. Kinderlose Ehepaare beten hier zur Göttin, sie möge ihnen Nachwuchs schenken.


Das Ho-Chi-Minh Mausoleum in Hanoi

Da wir so langsam Hunger bekommen fahren wir zurück zur Altstadt und essen in einem Restaurant mit Dachterrasse hoch über der Altstadt. Von hier aus können wir das rege Treiben in den kleinen Gassen und den wahnsinnigen Verkehr gut beobachten. Aber zu unserer Verwunderung scheinen die Vietnamesen zu wissen, was sie da tun.

Bevor wir Hanoi verlassen steht noch ein kurzer Besuch im historischen Museum an. Hier erfahren wir viel Wissenswertes über die Geschichte Vietnams und die "Cham" Kultur und dann müssen wir aufbrechen in Richtung Norden. Bei diesem Verkehr dauert unsere Fahrt leider sehr lange. Entlang dieser Straße haben die Vietnamesen sich angesiedelt und so fahren wir 200 km lang durch eine nie enden wollende Ortschaft. Dabei entdecken wir natürlich viel Kurioses und haben daher auch viel zu lachen. Wir stellen fest, dass Vietnamesen total auf Karaoke stehen, denn überall sind solche Bars. Dass es dort nicht immer nur um Gesang geht, erfahren wir allerdings erst später...

Damit unser Fahrer ab und an pausieren kann halten wir an einer Werkstatt an, die Marmorfiguren in Handarbeit fertigen und an einer Seidenfabrik. Die Reisfelder ziehen an uns vorbei und nach viereinhalb Stunden erreichen wir schließlich unser Hotel an der "Halongbucht". Von der Dachterrasse genießen wir den ersten Ausblick hinaus auf die bizarr aus dem Meer herausragenden Felsen.

Ausgehungert geht es zu einer der Garküchen, wo wir bei Fisch und Meeresfrüchten den Tag ausklingen lassen.


Die ersten Ausblicke auf die Halong Bucht


Tag 3 Die Halongbucht:



Früh am Morgen fahren wir zum Hafen und werden freundlich von unserer Crew auf der Dschunke begrüßt. Wir machen es uns oben an Deck bequem und dann geht’s auch schon los. Leider ist es bewölkt und auch recht kühl und so ziehen wir die Jacken fest zu. Aber das Wetter kann unsere Stimmung nicht trüben. Gespannt warten wir auf den Moment, an dem die ersten Felsen der Halongbucht an uns vorbeiziehen. Auf die Bootsfahrt hier haben wir uns im Vorfeld der Reise schon sehr gefreut.

Tan erzählt uns die Legende über die Entstehung der Bucht. Der Name Ha Long heißt herabsteigender Drache. Um die Bewohner vor Angriffen zu schützen sei eine Drachenmutter mit ihren Kindern herabgestiegen und hätte Perlen ausgespien, die sich zu Jadeinseln verwandlten und so Schutz boten (dies ist nur eine der vielen Legenden).

Tan und Verena in der Halong Bucht

Auf einer Fläche von 1553 km² ragen 1969 Karstinseln aus dem Wasser empor. Kein Wunder dass dieses Naturwunder zum Welterbe ernannt wurde.

Endlich sehen wir die ersten Felsen an uns vorbeiziehen. Im Dunst des Morgengrauens hat dies etwas gespenstisches und fast erwarten wir schon, dass hinter der nächsten Insel ein Piratenschiff auftaucht, denn wir fühlen uns hier wie bei "Fluch der Karbik“. Das Wasser leuchtet an verschiedenen Stellen smaragdgrün und auch die üppig grün bewachsenen Felsen bilden einen tollen Kontrast zum grauen Himmel. Immer wieder verändert sich das Bild vor unseren Augen und wir entdecken kleine schwimmende Häuser der Fischer, versteckt zwischen den Felsen.


Die Halong Bucht vom Eingang der Tropfsteinhöhle

Schließlich dürfen wir an einer der Inseln von Bord gehen um die Hang Sung Sôt Tropfsteinhöhle zu besichtigen. Wir haben Glück und sind fast alleine hier auf dieser paradisischen Insel, was wir natürlich genießen. Noch Tage könnten wir hier so weiter durch die Bucht fahren, aber leider müssen wir zurück. An Bord unserer Dschunke werden wir dann bekocht. Angefangen von vietnamesischen Sommerrollen, frischem Fisch, den die Crew gerade erst bei einem Fischer gekauft hat, Garnelen und etlichem mehr genießen wir die Rückfahrt. Zum Abschluss müssen wir dann noch den Reisschnaps probieren, bevor wir von Bord gehen.


Die Tropfsteinhöhle in der Halong Bucht

Leider müssen wir die Gegend nun auch schon wieder in Richtung Hanoi verlassen. Wir machen allerdings noch einen Stopp in einer Perlenfabrik und einer Keramikwerkstatt. Hier dürfen wir selbst mit anpacken und helfen eine Vase anzufertigen. Als wir eine Vietnamesin mit BVB Trickot entdecken, müssen wir schließlich lachen. Fußball scheint die Menschen doch zu verbinden.

Am Abend erreichen wir den Flughafen in Hanoi. Jetzt heißt es Abschied nehmen von Tan, der uns in den paar Tagen schon irgendwie ans Herz gewachsen ist. Schon jetzt wissen wir, dass die Vietnamesen ein sehr zuvorkommendes, warmherziges und freundliches Volk sind.

Und so steigen wir in den Flieger nach Danang in Zentralvietnam.


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