Suche
  • Andreas & Verena

Safari Tipps und Tricks!!!

Aktualisiert: 5. Mai 2019

Ein Artikel über das Finden und Aufspüren von Tieren auf eurer Safari.

#safari #etoshanationalpark #namibia

Spurensuche

Nachdem wir mitlerweile einiges an Erfahrungen auf Safaris gesammelt haben, wollen wir euch einen Einblick in unsere Erkenntnisse geben. Teilen wir die Suche erstmal in drei verschiedene Kategorien ein:



1. Zufällige Sichtungen:



Ihr werdet immer wieder auf Tiere stoßen die euren Weg kreuzen oder einfach so am Straßenrand stehen. Dazu gehören vor allem Springböcke, Oryxe, Zebras, Gnus, einige Antilopenarten und natürlich auch Giraffen. Diese werden euch recht häufig begegnen und ihr müsst sie nicht extra suchen.


Giraffen sind noch recht einfach zu finden



2. Begegnungen an Wasserlöchern:



Die meisten der 114 Säugetierarten im Etosha Nationalpark müssen regelmäßig zu den vielen Wasserlöchern zum Trinken und Baden. Hier habt ihr wohl auch die besten Chancen auf Elefanten und Nashörner. Es lohnt sich oft einfach mal abzuwarten auch wenn nichts an einem Wasserloch zu sehen ist. Ein völlig verlassenes Wasserloch kann schon 10 Minuten später der Badeplatz von einer ganzen Herde Elefanten sein. Und nur weil ihr gerade kein Tier seht, heißt es nicht das keines da ist.


Elefanten sind zwar groß, können sich aber trotzdem ziemlich gut verstecken


3. Gezieltes Suchen:



Dies ist wohl das schwierigste, da ihr hier erstmal eine ganze Menge Erfahrung sammeln müsst. Viele Hinweise auf die verschiedenen Tiere erschließen sich einem nicht direkt. Werdet euch erstmal bewusst, welches Tier ihr sucht. Danach solltet ihr euch überlegen ob es eher tag- oder nachtaktiv ist und ob es zu einem Wasserloch kommen muss oder nicht.


Der König der Tiere hat das Wasserloch meist für sich alleine

Die einfachsten Methoden sind natürlich die erste und zweite. Wenn man nach zwei oder drei Tagen auf Safari damit aber kein Glück hat, wird man leicht ungeduldig. Also versucht man sich am gezielten Suchen. Doch wie soll man das anstellen? In den meisten Situationen geht es vor allem darum, die Umgebung genau zu beobachten und einiges an Wissen über das gesuchte Tier zu erlangen. Konzentriert euch und benutzt eure Augen, Ohren und eure Nase. Machen wir das Ganze doch einfach mal an ein Paar Beispielen klar:


Schaut euch einfach mal die Bilder in Ruhe an und überlegt euch, ob ihr aus einem fahrenden Auto ein Tier entdeckt hättet...!?


Manchmal lugt nur ein kleines Ohr aus dem Gras heraus

Hier schaut ein Ohr eines männlichen Löwen aus dem Gras. Auf dem Bild weiter oben seht ihr ihn, wie er ( eine halbe Stunde später ) aufgestanden ist um ans Wasserloch zu gehen. Gefunden haben wir den Löwen nicht durch das Ohr, welches aus dem Gras herausschaut, sondern durch das auffällige Verhalten der anderen Tiere.


Schaut auch auf das Verhalten anderer Tiere um Katzen zu finden

Diese Zebras und Gnus standen dort ca. 300 Meter vom Wasserloch entfernt in einer Reihe und haben sich nicht bewegt oder gefressen. Wenn man ein solches Verhalten beobachtet, weiß man, dass etwas nicht in Ordnung ist. Folgt man dem Blick der Tiere, geht er ziemlich genau zu dem Löwen, der sich ins Gras gelegt hat. Also solltet ihr immer die Augen offen halten.


Der Geruch eines toten Tieres kann euch auch manchmal weiter helfen

Auf diesem Bild seht ihr einen toten Elefanten und einen Löwen der sich freut ihn gefunden zu haben. Beide waren wohl 300 - 400 Meter entfernt und eigentlich weder zu sehen noch zu hören. Auch andere Tiere gaben uns keine Hinweise. Lediglich unser Geruchssinn hat uns zu diesem Elefanten geführt. Ein verwesendes Tier kann man, wenn der Wind richtig steht auch aus einer Entfernung von einem halben Kilometer noch gut riechen. So ist es ein Leichtes, Aasfresser zu finden wenn man diesen Geruch in der Nase hat. Dazu gehören unter anderem Hyänen, Schakale, Geier, Löwen und manchmal sogar Leoparden. Geparden fressen nur selbst erlegte Beute und sind daher so nicht zu finden.


Dort ist ein toter Elefant und ein Löwe zu sehen den wir ohne den strengen Geruch nie gefunden hätten

Verlasst euch aber nicht nur auf Augen und Nase, sondern auch auf eure Ohren. Damit meinen wir nicht, dass ihr hören solltet ob ein Löwe im Anmarsch ist, vielmehr geht es darum mit anderen Menschen zu sprechen. Ihr solltet euch immer wieder mit den Guides oder anderen Gästen, die ihr unterwegs trefft kurzschließen. Manchmal habt ihr etwas gesehen, dass für sie interessant ist und umgekehrt können sie euch sicherlich auch gute Tipps geben. Außerdem liegen in den einzelnen Camps Gästebücher aus, in denen Gäste ihre Sichtungen beschrieben haben. Viele Tiere sind auch am nächsten Tag noch in der selben Gegend anzutreffen.


Zum Abschluss gibts noch ein paar spezielle Hinweise zu den einzelnen Tieren, die euch das Finden erleichtern sollen:



Löwen:


  • Achtet auf das oben beschriebene Verhalten anderer Tiere am Wasserloch

  • Wenn ihr mehr als 3 Schakale seht, befinden sich oft Löwen in der Nähe. Sie sind auf die Reste der Beute aus.

  • Aasgeruch

  • Ein völlig verwaistes Wasserloch, ist entweder wirklich völlig verwaist oder es liegen irgendwo Löwen. Schaut unter allen Sträuchern und Bäumen nach ( natürlich aus dem Auto heraus ), es lohnt sich manchmal.

  • Ein Löwenrudel bleibt oft mehrere Tage am selben Wasserloch, daher ist es hilfreich sich mit anderen Gästen zu unterhalten und in die Gästebücher zu schauen.

  • Löwen sind eher in der Dämmerung und nachts aktiv, den Rest des Tages verbringen sie ( wie alle Katzen ), damit faul rumzuliegen.

  • Nutzt den frühen Morgen und späten Abend für die Suche nach ihnen. Desto wärmer es wird, desto fauler werden Löwen in der Regel.

  • Sie sind meistens in großen Rudeln unterwegs, je nach Beuteverfügbarkeit mit bis zu 45 Tieren.

  • Einzelgänger sind meist ältere Männchen die ihr Rudel verloren haben, junge Männchen oder vertriebene Weibchen.

  • Im Rudel ist etwa jede dritte Jagd erfolgreich, einzel nur jede sechste.



Leoparden:


  • Leoparden brauchen nur sehr wenig Wasser, da sie das meiste über ihre Nahrung aufnehmen. Daher ist es nicht so ratsam an einem Wasserloch auf sie zu warten, an dem sie einen Tag zuvor gesichtet wurden.

  • In der Regel nachtaktiv

  • Sie jagen normalerweise in der Dämmerung und bei Nacht. Oft in dichter Vegetation. Tagsüber liegen sie oft dösend auf großen Bäumen.

  • Sie sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Fortpflanzung.

  • Sucht immer die größeren Bäume ab, denn sie ziehen sogar ihre Beute mit nach oben um dort vor Fressfeinden geschützt zu sein.

  • Aasgeruch; Leoparden weichen schonmal auf Aas aus wenn nichts anderes verfügbar ist.

  • Ihre Beute besteht hauptsächlich aus mittelgroßen Huftieren, aber auch aus Vögeln, Warzenschweinen und Stachelschweinen.

  • Sie jagen nur alle paar Tage und fressen dann mehrere Tage davon.

  • Sie lauern auf ihre Beute oder schleichen sich bis auf zehn Meter heran und nehmen nur recht selten die Verfolgung auf.

  • Die Erfolgschance bei der Jagd ist geringer als bei den Löwen, da sie aber die Beute nicht verfolgen, verbrauchen sie wesentlich weniger Energie dafür und können daher öfter jagen.


Geparden:


  • Sie brauchen ebenfalls nur sehr wenig bis gar kein zusätzliches Wasser, da sie das meiste über die Nahrung aufnehmen. Daher sind auch sie nicht zwei Tage hintereinander am selben Wasserloch zu vermuten.

  • Tagaktiv

  • Jagen oft am am frühen Morgen, um Löwen, Leoparden und Hyänen aus dem Weg zu gehen, die alle eher in den Abendstunden jagen.

  • Allein lebende ausgewachsene Geparden jagen alle zwei bis drei Tage. Ein Weibchen mit ihren Jungen dagegen fast täglich.

  • Jagen verschiedene Gazellenarten, Impalas, Gnukälber und andere Huftiere.

  • Männchen bilden öfter einen lebenslangen Bund und Weibchen sind eher Einzelgänger und schließen sich nur zu einer Gruppe zusammen wenn sie Junge bekommen haben. Sie treffen sich ausschließlich zur Paarungszeit.

  • Sie pirschen sich bis auf 30 Meter an ihre Beute heran und verfolgen sie dann.

  • Etwa jede zweite bis dritte Jagd ist erfolgreich, allerdings bekommen sie häufig ihre Beute von Fressfeinden geklaut, da sie zu erschöpft sind um die Beute zu verteidigen.


Ein Gepard im Cheetah Conservation Fund



173 Ansichten
Über Uns

Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

Mehr lesen

 

  • Pinterest - Weiß, Kreis,
  • YouTube - Weiß, Kreis,
  • White Facebook Icon

© 2018 No Way too Far.

Join my mailing list
Wollt ihr uns unterstützen...?