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Der Sesriem Canyon

Aktualisiert: 8. Mai 2019

In diesem Bericht wollen wir euch eine weitere der unzähligen Landschaftsattraktionen in Namibia vorstellen, den Sesriem Canyon. Dieser besticht nicht etwa durch seine Größe, wie der Fish River Canyon im Süden Namibias, sondern mit der Enge der Schlucht, durch die man hindurchwandern kann.

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Der Eingang zum Sesriem Canyon


Wo findet man den Sesriem Canyon?


Wie auch das weltbekannte Sossusvlei liegt der Sesriem Canyon in der Namib Wüste und gehört zum Namib Naukluft Park. Über die D826 oder die C27 gelangt man in Sesriem zum Gate, welches zum Sossusvlei und dem Sesriem Canyon führt. Ab dem Eingang am Gate erreicht man nach etwa 4,5 Kilometern den Parkplatz am Canyon.


Eine der breiteren Stellen im Sesriem Canyon


Informationen rund um den Canyon:


Den Namen Sesriem Canyon bekam das Naturschauspiel von den ersten Siedlern. Sesriem ist Afrikaans und bedeutet auf deutsch „sechs Riemen“. Denn die ersten Siedler mussten sechs Ochsenriemen aneinanderbinden um Wasser vom Grund des Canyons zu schöpfen und nach oben zu befördern. Auch in der Trockenzeit war am Grund des Canyons nämlich noch Wasser zu finden. Damit man sich ein besseres Bild von der Größe des Canyons machen kann bevorzugen wir dann doch eher moderne Maßeinheiten. Die Schlucht ist 30 Meter tief und etwa 1 Kilometer lang und dabei an der schmalsten Stelle nur etwa 2 Meter breit. Zum Ende hin wird der Canyon immer flacher und breiter. Schließlich wird er zu einem breiten Tal, das über eine Länge von 60 Kilometern bis ins Sossusvlei hineinführt.

Entstanden ist der Sesriem Canyon durch den Tsauchab-Fluss, der die tiefe Schlucht in das Gestein hineingefressen hat. Vor 30 Millionen Jahren soll die Entstehung durch die Ablagerung von Sand und Geröll, die der Fluss mit sich führte, begonnen haben. Im Laufe der Zeit verfestigten sich die Sedimente des Flusses zu Konglomeraten. Als der Fluss dann in einer Feuchtphase mehr Wasser als normal mit sich führte und die Erosion ihren Lauf nahm, wurde der Canyon geformt. Auch heute findet noch Erosion statt, aber bei weitem nicht mehr so stark.


Eine Treppe erleichtert den Abstieg in den Canyon

Tipps für euren Besuch des Canyon:


Der Besuch des Sesriem Canyon kann wunderbar mit der Fahrt zum Sossusvlei kombiniert werden. Ob ihr auf dem Hinweg zum Canyon wollt, oder auf dem Rückweg, bleibt euch überlassen. Da der Canyon allerdings Schatten spendet und ihr im Sossusvlei der Sonne ohne Schutz ausgesetzt seid, empfehlen wir die etwas kühleren Morgenstunden dazu zu nutzen eine der Dünen zu besteigen oder ins Dead Vlei zu wandern. Nachmittags kann man trotz Hitze nämlich immer noch die Temperaturen im Canyon gut ertragen und freut sich über den vorhandenen Schatten. Die Öffnungszeiten des Gates variieren nach Jahreszeit.

Bei Sonnenaufgang öffnet das Gate und bei Sonnenuntergang schließt es. Am Gate wird euer Name und das Kennzeichen des Autos registriert. Bezahlen muss man dann im Haus der Namibian Wildlife Resorts (NWR) für das Auto und die Anzahl der Insassen. Dafür hat man allerdings den ganzen Tag Zeit, so dass man morgens erst mal ins Sossusvlei durchfahren kann. Wichtig ist nur, dass ihr vor Verlassen des Gates bezahlt habt und am Gate eure Quittung vorweisen könnt.

Das Gate zwischendurch zu verlassen und später zurückzukehren ist auch möglich. Das Personal am Gate ist nach unserer Erfahrung sehr freundlich und hilfsbereit.

Seid ihr dann am Parkplatz des Canyon angekommen bietet sich schon nach wenigen Metern Fußweg der erste Blick in den Canyon hinein. Wer nicht in den Canyon hinein wandern möchte, kann natürlich auch am Rande der Schlucht entlang gehen und den Blick von oben genießen. Schöner jedoch ist es, in den Canyon hinein zu wandern.

Auf jeden Fall empfehlen wir euch festes Schuhwerk zu tragen und ausreichend Wasser dabei zu haben. Natürlich sollte man nicht vergessen die Kamera mitzunehmen! Übrigens kann man sich außerhalb des Gates an der Sossus Oasis (eine Tankstelle mit Shop) wieder wunderbar mit kalten Getränken eindecken, ein Eis essen oder sich auch einen der unglaublich leckeren Pies (warme Pastete mit unterschiedlichen Füllungen) gönnen.


Immer wieder findet man Bäume im Sesriem Canyon

Die steilen Felswände spenden Schatten, wodurch man auch an heißen Tagen gut durch den Canyon wandern kann. Ist man dem schmalen Pfad entlang in den Canyon gefolgt entdeckt man schon bald einen Pfeil und die Aufschrift „Water“. Das Flussbett ist in der Regel trocken, vielleicht stößt man aber mal auf einen Tümpel. Wenn man aber dem Pfeil folgt, gelangt man immer weiter in den Canyon hinein, wobei die Schlucht immer schmaler wird und man die engsten Stellen erreicht.

Gerade diese schmalen Stellen, wo man nur noch durch einen kleinen Spalt den Himmel sieht, sind sehr imposant. Das Spiel von Licht und Schatten im Canyon ist wirklich wunderschön.

Schließlich gelangt man an das Ende des Weges, wo man tatsächlich auch in der Trockenzeit Wasser findet. Auf dem Rückweg bietet sich dann ein vollkommen anderes Bild. Der Canyon wird nach und nach wieder breiter und es gelangt wieder mehr Licht in die Schlucht hinein.


Wenn man über diesen großen Felsen klettert gelangt man an das Ende des Sesriem Canyon und findet Wasser oder zumindest feuchten Sand

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