Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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Slowenien, unterschätztes Paradies! Teil 3/ 3

Aktualisiert: 4. Mai 2019

Ein Roadtrip mit dem Dachzelt durch die Berge, ans Meer, zu wunderschönen Wasserfällen und den vielleicht beeindruckensten Höhlen Europas. #roadtrip #paradies #slowenien

Man sollte Piran unbedingt auch bei Nacht besucht haben

Tag 8 Koper, Piran und die Salinen von Secovlje:



Heute starten wir den Tag mit einer Besichtigung des Landschaftsparks der "Salinen von Secovlje". Die Salinen entstanden im 12. Jahrhundert und umfassten zu ihrer Blütezeit ein Areal von 500 Hektar. Jedes Jahr verließen die Bewohner Pirans ihre Häuser und zogen bis zum 24. August, also für die Zeit der Salzernte, in ihre Häuser in den Salinen. Der heutige Naturpark ist noch 6,5 km² groß und in einem Abschnitt, genannt Lera, wird auch heute noch nach traditionellen Methoden Meersalz von Hand geerntet. Auch wenn Ende September die Salzernte natürlich schon abgeschlossen ist, dürfen wir einigen Männern bei der Instandsetzung der Salzfelder, Kanäle und Erdwälle beobachten. Wir erfahren, dass das Salz aus Piran bekannt ist für seinen milden Geschmack und sein besonders weißes Aussehen und haben uns natürlich im Verkaufsladen mit normalem Salz und Fleur de Sel eingedeckt. Mittlerweile haben wir es auch ausgiebig getestet und müssen sagen, dass wir vom Geschmack sehr begeistert sind.

Den Eingang des südlichen Teils der Salinen, genannt Fontanigge, finden wir allerdings nicht sofort und gelangen schließlich nach der Kontrolle an der slowenischen Grenze nach Kroatien und müssen dann umkehren. Wir haben eine Idee, denn zwischen den beiden Grenzkontrollen ging ein kleiner Schotterweg ab, den wir nun nehmen wollen. Hier sind wir schließlich richtig und so erkunden wir den 1960 stillgelegten Bereich, den die Natur sich langsam wieder zurückerobert, mit den kostenlos zur Verfügung gestellten Fahrrädern.


Slowenien hat eine der wenigen Salinen weltweit, wo noch alles von Hand gemacht wird

Gegen Mittag fahren wir dann schließlich weiter zur slowenischen Küstenstadt "Koper". Wir schlendern entlang der Promenade bis hin zum einzigen Seehafen Sloweniens und gelangen über einen Aufzug schließlich in die Altstadt mit ihren kleinen Gassen. Am Hauptplatz bewundern wir den Prätorenpalast, das heutige Rathaus und die Kathedrale Mariä Himmelfahrt und entdecken schließlich etwas später einen süßen kleinen Brunnen mit dem Nachbau der Rialtobrücke Venedigs. In der Nähe des "Carpaccio-Haus und Platzes" gönnen wir uns noch ein leckeres Eis und brechen schließlich zu einer Fahrt durch das Dargonja-Tal auf.

Wir fahren entlang kleiner Straßen durch das malerische Tal mit seinen kleinen Dörfern, den Weinbergen und Olivenhainen, die hier das Landschaftsbild prägen. Schließlich wird es aber Zeit wieder Richtung Küste zu fahren, denn wir wollen nun zu einer Fototour in Piran bei Nacht aufbrechen. Diese Stadt, die uns schon am Tag in ihren Bann gezogen hat, ist in der Dämmerung und bei Nacht fast noch schöner. Nachdem wir einige tolle Aufnahmen gemacht haben wollen wir nun endlich etwas leckeres essen. In einem kleinen Restaurant am Tartini-Platz genießen wir schließlich gegrillte Jakobsmuscheln und nehmen Abschied von der kleinen aber wunderschönen Adriaküste Sloweniens.


Der Tartini-Platz in Sloweniens Salinen-Stadt Piran ( Die vielen Menschen haben wir durch eine Langzeitbelichtung aus dem Bild genommen )

Tag 9 Kamnik und das Logarska Tal:



Wir verlassen heute die Küste und arbeiten uns langsam wieder Richtung Heimat vor. In "Kamnik", einem Städtchen nördlich der Haupstadt Ljubljana, gehen wir auf Erkundungstour durch den mittelalterlichen Stadtkern. Von den Mauern der Burgruine Mali Grad mit seiner schönen kleinen romanischen Kapelle, genießen wir einen fantastischen Ausblick über die Stadt und die umliegenden Berge. Dann spazieren wir weiter durch die sehr gepflegte Fußgängerzone bis zum Schloss Zaprice. Auch hier bietet sich eine schöne Aussicht über Stadt und Umland. Einst war dies der Sitz einer bedeutenden Adelsfamilie, heute beherbergt es allerdings ein Museum. Nach dem Rundgang durch diese schöne Stadt fahren wir schließlich entlang landschaftlich reizvoller Pass-Straßen in Richtung des "Logarska-Tals". Immer wieder legen wir einen Fotostopp ein, da sich uns ständig neue Aussichten auf die Bergwelt bieten.


Die Burgruine Mali Grad mit der kleinen romanischen Kapelle in Kamnik

Das Laub der Bäume hat sich schon gefärbt und taucht die Landschaft in ein buntes Meer aus Farben. Schließlich kommen wir im kleinen aber sehr schönen Logarska-Tal an. Die Landschaft wirkt hier noch sehr ursprünglich und noch nicht so touristisch überlaufen. Wie das im Sommer ist, wissen wir natürlich nicht. Aber jetzt sind nur ein paar Einheimische hier unterwegs. Am Ende des Tals brechen wir zu einer kleinen Wanderung zum Rinka Wasserfall auf. Zunächst führt der Weg durch den in Herbstfarben leuchtenden Wald und schließlich gelangen wir zum Wasserfall. Wir machen eine kleine Pause am Fuße des Wasserfalls und genießen die letzten Sonnenstrahlen.


Auf dem Weg zum Rinka Wasserfall im Logarska Tal

Da wir unser Zelt noch aufbauen müssen, machen wir uns auf den Weg zum "Autocamp Smica". Für eine Nacht dürfen wir hier am Rande der vor sich hin plätschernden Savinja unser Zelt aufschlagen. Danach ist die Campingsaison hier leider zu Ende. Und so verbringen wir die Nacht bei nur noch 2°C und vollkommen alleine hier an diesem idyllisch gelegenen Ort.


Das Autocamp Smica am letzten Tag der Campingsaison bei 2°C

Tag10 Der Heimweg über den Paulitsch-Sattel und den Wörthersee:



Da das Wetter sich verschlechtern soll und die Camingplätze schließen, machen wir uns heute leider auf den Heimweg. Wir wollen über den Paulitsch-Sattel (Pass) nach Österreich fahren um noch ein wenig die schönen Berge bewundern zu können. Außer einem Lastwagen sind wir hier ganz alleine unterwegs und können daher immer mal langsam fahren oder pausieren um die Aussicht zu genießen.

Eine sehr gute Alternative zur öden Autobahn ist der Paulitsch-Sattel ( Pass ) zwischen Slowenien und Österreich

Schließlich gelangen wir nach Österreich und fahren hinab ins Tal um über Eisenkappel und Bad Villach in Richtung "Wörthersee" zu fahren. Hier wollen wir eine Frühstückspause einlegen und das aus dem TV bekannte "Schloss am Wörthersee" anschauen. Dieses ist schnell gefunden und auch ein Gedenkstein von Roy Black. In einem Café genießen wir einen Kaiserschmarrn und eine leckere Zotter Trinkschokolade bevor wir uns gut gestärkt auf den langen Heimweg begeben.


Das sehr bekannte Schloss am Wörthersee in Österreich

Fazit unserer Slowenien Reise:



Wir können Slowenien als Reiseziel wärmstens weiterempfehlen. Die Gegenden die wir bereist haben sind wunderschön und extrem abwechslungsreich. Morgens kann man noch in den Bergen wandern und nachmittags schon am Meer entlang spazieren oder eine der zahlreichen Höhlen besichtigen. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit, das Essen ist sehr lecker und bietet sehr viel Abwechslung und es ist, neben Irland, das wohl sauberste Land, dass wir bisher besucht haben. Vielleicht verbringt der ein oder andere von euch ja mal seinen Urlaub dort. Für uns war es auf jeden Fall eine tolle Reise mit vielen Highlights und da es noch so viel dort zu entdecken gibt, werden wir gerne irgendwann dorthin zurückkehren. Vor allem um die Hauptstadt Ljubliana zu besuchen wollen wir uns beim nächsten mal viel Zeit einplanen.



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