Wir sind Verena und Andreas,

zwei Hobbyfotografen, die es lieben zu reisen, zu fotografieren und zu essen.

 

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Die roten Dünenriesen des Sossusvlei

Eines der bekanntesten, wenn nicht sogar das bekannteste Highlight Namibias ist wohl das Sossusvlei. Eine Fahrt in dieses Tal der Namib Wüste mit den rechts und links der Straße aufragenden, rot leuchtenden Dünenriesen, ist einfach atemberaubend schön. Dabei sollte man nicht verpassen ins Dead Vlei zu wandern. Der Anblick der weißen Lehmpfanne, der dunklen abgestorbenen Kameldornbäume im Kontrast mit den roten Dünen und dem blauen Himmel wirkt mehr als surreal.

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Auf dem Rückweg vom Dead Vlei genießen wir den Blick zum Sossusvlei



Wo findet man das Sossusvlei?


Mitten in der Namib-Wüste gelegen befindet sich das weltbekannte Sossusvlei. Es ist Teil des Namib-Naukluft-Parks und liegt in der so genannten Dünen- oder Zentralnamib. Diese Sandlandschaft erstreckt sich über eine Länge von 300 Kilometern und eine Breite von 140 Kilometern.

Das Eingangstor zum Nationalpark befindet sich bei Sesriem an der C27 oder der D826. Hier befindet sich auch noch eine Tankstelle und ein Shop, die Sossus Oasis, wo man sich mit ausreichend Wasser und Lebensmitteln, sowie Benzin eindecken kann. Für diejenigen, die keinen Kompressor dabei haben gibt es hier die Möglichkeit den Reifendruck passend für die Fahrt ins Sossusvlei zu regulieren. Dazu erfahrt ihr später mehr.


Stau am Eingangstor zum Nationalpark

Was ist das Sossusvlei?



Hier in der ältesten Wüste der Welt „der Namib“ hat die Natur in Jahrmillionen eine einzigartige Landschaft geformt. Das Sossusvlei ist eine meist trocken liegende Salz-Ton-Pfanne, die vom Tsauchab-Fluss geschaffen wurde. Dieser aus dem Naukluft Gebirge stammende Fluss soll einst bis zum Atlantik geflossen sein bis ihm schließlich die Dünengürtel den Weg abschnitten und der Fluss immer weiter versandete. So bildete sich eine rissige und trockene Oberfläche aus Salz und Lehm. Der Wind formte die bis zu 300 Meter hohen Dünen, welche die Pfanne umgeben und so entstand dieses einmalig schöne Naturschauspiel.

Daraus ergibt sich schließlich auch die Namensgebung des Sossusvlei. In der Sprache der Nama bedeutet Sossus soviel wie blinder Fluss und Vlei bedeutet Pfanne. Denn wenn der Tsauchab-Fluss mal Wasser führt, versickert es auf dem Weg zur Pfanne, ohne die Atlantikküste, welche nur 50 km entfernt ist, zu erreichen. Es kommt nur alle paar Jahre einmal vor, dass der Tsauchab-Fluss Wasser führt, das durch den Sesriem Canyon bis in das Vlei hinein gelangt. Sehr selten, nur etwa alle 10 Jahre, wenn es ausgiebig regnet, füllt sich dann die Lehmsenke mit Wasser und bildet einen See, welcher durch die wasserundurchlässigen Lehmschichten längere Zeit bestehen bleibt und mit seinem türkisblauen Wasser einen reizvollen Kontrast zur umliegenden Dünenlandschaft bildet. Nach etwa 4 Wochen ist das Schauspiel dann in der Regel wieder vorbei. Allerdings gab es im Jahr 1997 eine so riesige Flut, dass das Sossusvlei fast ein ganzes Jahr lang überflutet war. Auch in den Jahren 2000 und 2006 kam es zu Überflutungen im Sossusvlei. Im Jahr 2011 war das Sossusvlei im Februar für einige Zeit völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Der Fluss führte zu dieser Zeit so viel Wasser, dass die Straße zu der Naturschönheit nicht befahrbar war. Das Sossusvlei ist noch von weiteren Vleis umgeben, die zum Teil durch die Dünen völlig vom Fluss abgeschnitten sind, andere werden in guten Regenzeiten noch mit Wasser gefüllt. Das bekannteste ist das Dead Vlei.


Früh am Morgen starten auch die Heißluftballons ihre Tour


Das Dead Vlei:


Das Dead Vlei (totes Vlei) ist das bekannteste der das Sossusvlei umgebenden Salz-Ton-Pfannen. Dieses Vlei ist schon seit geraumer Zeit durch eine große Sanddüne vom Wasser des Tsauchab abgeschlossen. Hier war zunächst der Endpunkt des Tsauchab-Flusses, der heute im Sossusvlei endet. So kam es schließlich dazu, dass die Kameldornbäume, die hier wuchsen trotz ihrer tiefen Wurzeln (diese reichen bis zu 60 Meter in den Boden) nicht mehr an das lebensspendene Wasser gelangen. Gerade diese heute abgestorbenen Kameldornbäume prägen die bizzare und unwirklich erscheinende Landschaft hier im Dead Vlei.


Kameldornbäume im Dead Vlei

Die dunklen Bäume, die in der extremen Trockenheit der Wüste konserviert werden bilden einen starken Kontrast zum hell leuchtenden und rissigen Lehmboden der Pfanne. Darüber ragen die orange leuchtenden riesigen Dünen zu allen Seiten auf und bilden einen wunderschönen Kontrast zum blauen Himmel. Das Farbenspiel im Dead Vlei ist nicht umsonst so beliebt unter Fotografen. Am Kamm der riesigen Düne am Rand des Vlei, dem sogenannten „Big Daddy“ sieht man vor allem in den frühen Morgenstunden unzählige Besucher entlang wandern. Die 300 Höhenmeter, die man meistern muss um ganz oben auf die Düne zu gelangen sind körperlich sehr anstrengend und es dauert ein bis zwei Stunden. Dafür wird man mit einem der atemberaubendsten Ausblicke belohnt! Der Weg nach unten ins Dead Vlei geht natürlich viel schneller und macht auch viel mehr Spaß.

Im Dead Vlei bilden die Farben wundervolle Kontraste


Die bekanntesten Dünen im Sossusvlei:



Eines ist gewiss, nämlich dass alle Dünen, die rechts und links der Straße aufragen einzigartig sind und jede irgendwie anders aussieht und ihren eigenen Charme besitzt. Der Übersichtlichkeit halber hat man die Dünen im Gebiet des Parks durchnummeriert anstatt sich für jede einen Namen auszudenken. Einige Dünen im Gebiet des Sossusvleis sind jedoch besonders bekannt und bekamen Namen zugeteilt.

Die oben schon erwähnte Düne mit dem Namen „Big Daddy“ ist die wohl bekannteste unter ihnen. Diese von den Einheimischen „Big Daddy“ oder „Crazy Dune“ genannte Düne mit etwa 350 Metern Höhe soll eine der höchsten Dünen der Welt sein. Ein Aufstieg kann gerade bei extremer Hitze zu einer ziemlichen Anstrengung werden. Nördlich von „Big Daddy“ erhebt sich die etwas kleinere „Big Mama“.



Der Aufstieg auf Düne 45 ist sehr beliebt und bietet großartige Ausblicke

Ebenso beliebt für einen Aufstieg ist die sogenannte „Düne 45“, bei Kilometer 45. Der Aufstieg ist um einiges leichter, als der zu „Big Daddy, bietet aber nicht weniger schöne Ausblicke.

Nahe dem Eingang türmt sich die Sterndüne, die sogenannten „Elim-Düne“ auf.



Das Klima und die beste Reisezeit für das Sossusvlei in Namibia:



Namibia und das Sossusvlei sind ganzjährig zu bereisen. Wer in den heißen Sommermonaten zwischen November und März einen Besuch des Sossusvleis plant, muss allerdings mit extremer Hitze rechnen. Die Temperaturen steigen im Sossusvlei in diesen Monaten auf über 40°C, was den Aufstieg auf eine Düne oder den Weg ins Dead Vlei nicht unbedingt angenehm macht. Vor allem in den Wintermonaten (während dem europäischen Sommer) sind die Temperaturen hier am Tag zwar immer noch heiß, aber weitaus angenehmer. In den Nächten kann es dann allerdings sehr kalt werden bis hin zu Frost.



Tiere in der Region rund um das Sossusvlei:



Auf der Fahrt durch das Sossusvlei kann man immer wieder Springböcke, Oryx-Antilopen oder auch Strauße entdecken. Ebenso leben hier andere Kleintiere wie Reptilien und Käfer. Vielleicht erkennt man ja die Spuren der Schlangen, Geckos oder der Nebeltrinkerkäfer. Alle hier lebenden Tiere haben ihre Lebensbedingungen perfekt auf die schwierigen Bedingungen der Wüste abgestimmt. In der Region rund um das Vlei leben unter anderem auch das Bergzebra, Leoparden, Hyänen und Wüstenfüchse.

In Jahren in denen das Vlei mit Wasser gefüllt ist, ziehen die Tiere in Scharen zu dem erfrischenden Nass. Dann kommen sogar Wasservögel von der Küste zu der sonst ausgetrockneten Lehmsenke.



Infos rund um den Besuch des Sossusvlei:


  • Eine Einfahrt in den Park darf erst nach Sonnenaufgang erfolgen, zum Sonnenuntergang müssen alle Tagesbesucher das Gebiet wieder verlassen haben. Eine Ausnahme besteht für Gäste, die innerhalb des Parks übernachten.

  • Am Eingangstor wird das Auto, der Name des Fahrers und die Anzahl der Insassen genau notiert, denn am Abend wird kontrolliert ob alle Besucher, ausgenommen Übernachtungsgäste im Park, den Park auch wieder verlassen haben.

  • Solltet ihr nicht am Gate erscheinen und es kommt zu Suchaktionen durch die Nationalparkverwaltung müsst ihr mit Strafen rechnen.

  • Den Eintritt bezahlt man im Gebäude des NWR (Namibian Wildlife Resorts) an der Campsite gleich hinter dem Eingang. Dafür hat man aber den ganzen Tag Zeit. Erst bei der Ausfahrt muss die Quittung am Tor vorgezeigt werden.

  • Das Eintrittsgeld berechnet sich pro Person und auch durch eine kleine Gebühr für das Auto.

  • Da man noch 60 Kilometer in das Sossusvlei hineinfährt sollte der Tank noch ausreichend gefüllt sein. Es gibt natürlich keine Restaurants oder Geschäfte mitten in der Wüste. Daher sollte man sich an der Tankstelle außerhalb des Parks oder im kleinen Laden des NWR an der Campsite im Park mit Wasser und Lebensmitteln eindecken. Vor allem Wasser werdet ihr brauchen.

  • Das Sossusvlei liegt rund sechzig Kilometer vom Parkeingang entfernt. Die Straße bis dorthin wurde asphaltiert und ist in einem sehr guten Zustand.


Blick vom View Point auf die Straße zum Sossusvlei

  • Nach etwa 25 Kilometern erreicht man einen etwas erhöht gelegenen View Point. Von hier bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf die einzigartige Dünenlandschaft.

  • Am Ende der Strecke befindet sich unter einigen Kameldornbäumen ein Parkplatz. Von hier aus geht es für die letzten fünf Kilometer durch tiefen Sand nur zu Fuß oder mit Allradantrieb. Wer kein Auto mit Allradantrieb besitzt oder sich die Fahrt durch den Tiefsand nicht zutraut, kann sich von den Mitarbeitern der Namibian Wildlife Resorts (NWR) ins Sossusvlei hinein fahren lassen. Dies kostet wirklich nicht viel und ist allemal besser als stecken zu bleiben.


Dort endet die Asphaltstraße und es geht durch Tiefsand weiter

  • Für die Fahrt vom Parkeingang bei Sesriem bis zum Sossusvlei sollten rund eineinhalb bis zwei Stunden Fahrtzeit eingeplant werden.

  • Es herrscht ein Tempolimit von 60 km/h. Außerdem möchte man den ein oder anderen Fotostopp einlegen und die Aussicht genießen. Plant also ausreichend Zeit für euren Besuch ein.

  • Wer selbst mit seinem Auto die letzten Kilometer durch den Tiefsand fahren möchte, sollte nach den 60 Kilometern über den Asphalt am Parkplatz stoppen und den Reifendruck deutlich sichtbar ablassen um gut durch den Tiefsand zu kommen.

  • Auch der Sesriem Canyon liegt hier im Nationalpark und kann ebenso besucht werden. Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, dann könnt ihr in unserem Bericht zum Canyon mehr erfahren.



Weitere Attraktionen im Sossusvlei:



  • eine Wanderung durch den Sesriem Canyon nahe am Eingangstor solltet ihr auf jeden Fall unternehmen oder wenigstens den Blick von oben in den Canyon hinein wagen.

  • Atemberaubende Aussichten und ein wirklich fantastisches Erlebnis bietet eine Ballon-Fahrt am frühen Morgen im Sossusvlei. Wir haben uns dieses nicht ganz günstige Erlebnis gegönnt und werden die Eindrücke sicher niemals vergessen. Wenn man fast lautlos über der Wüste schwebt und die Sonne langsam aufgeht entsteht ein atemberaubendes Farbenspiell der Dünen. Mit viel Glück sieht man aus der Luft einige Bewohner der Wüste, wie z.B. Strauße, Oryxantilopen oder Schakale. Der Veranstalter "Namib Sky Balloon Safaris" holt die Gäste auch teilweise von der Unterkunft ab.


Gleich ist unser Ballon startbereit

  • Es gibt eine weitere Möglichkeit die Dünen aus der Luft zu bestaunen und einen Überblick über die Größe der Namib zu erhalten, nämlich eine Fly-in Safari mit Kleinflugzeugen. Flüge werden ab Windhoek, Swakopmund oder Walvis Bay angeboten.



Übernachtungsmöglichkeiten rund um das Sossusvlei:



Unterkünfte im Sossusvlei in Namibia


Rund um das Sossusvlei gibt es eine Vielzahl verschiedener Übernachtungsmöglichkeiten. Von Campsites bis Luxuslodge findet hier jeder etwas nach seinem Geschmack. Wenn man im Sossusvlei übernachten möchte, sollte man allerdings schon sehr früh buchen. Hier gibt es die Möglichkeit einen der heiß begehrten Plätze auf der Sesriem Camp Site, rund 63 Kilometer von der Salzpfanne entfernt, zu buchen (über die Seite des NWR).

Wer es luxuriöser mag hat die Möglichkeit sich in der Sossus Dune Lodge, die sich ebenfalls im Inneren des Parks befindet, ein Zimmer zu mieten. Auch diese Lodge steht unter der Verwaltung des NWR. Die luxuriösen Wüsten-Chalets haben allerdings ihren Preis.


Unterkünfte außerhalb des Sossusvlei in Namibia


Direkt am Eingang zum Sossusvlei, jedoch außerhalb des Parks liegt die ebenfalls sehr luxuriöse Sossusvlei Lodge und als günstige Alternative die Sossus Oasis Camp Site.

In der näheren Umgebung findet man eine Vielzahl an wundervollen Unterkünften, die alle eine Gemeinsamkeit haben, nämlich dass sie sich perfekt in die Umgebung einpassen und von Weitem gar nicht zu erkennen sind. Hier findet jeder das Passende für seinen Geschmack und seinen Geldbeutel.

Einige Unterkünfte haben wir hier für euch einmal verlinkt:


Die Zimmer der Desert Homestead Lodge mit einzigartigen Ausblicken


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