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Twyfelfontein - UNESCO Weltkulturerbe

Aktualisiert: 9. Mai 2019

In diesem Blog wollen wir euch ein Ausflugsziel im Damaraland in Namibia vorstellen, nämlich die Felsgravuren von Twyfelfontein. Nicht umsonst wurden sie 2007 als erste namibische Stätte in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Neben wunderschöner Landschaft bietet Twyfelfontein einzigartige Einblicke in die Jahrtausende alte Kultur Namibias.

#Afrika #Namibia #Twyfelfontein #Roadtrip #Damaraland

Der Eingang zum Twyfelfontein Visitor Center

Ein Besuch des Damaraland sollte auf keiner Namibia-Reise fehlen. Denn neben wunderschöner Landschaft gibt es hier auch Kulturelles zu bestaunen. Daher wollen wir euch heute einmal die wichtigste Fundstelle von Felsgravuren und Felsmalereien in Namibia vorstellen.

Neben der Geschichte über diesen Ort gibt es ein paar schöne Fotos und natürlich Tipps für euren Besuch.



Geschichte von Twyfelfontein:


Der Ort, der 1914 vom deutschen Landvermesser Reinhard Maack entdeckt wurde, war noch bis in die 1940er Jahre ein ferner, entlegener Ort. Hier siedelten nur einige Damara-Familien. Im Jahre 1947 erwarb der Litauer David Levin, der als Jugendlicher mit seinen Eltern nach Südafrika auswanderte minderwertiges Farmland im heutigen Tal von Twyfelfontein. Somit war er der erste Weiße, der mit seiner Familie an diesem trockenen Ort eine Siedlung errichtete. Doch die Quelle an diesem Ort, den die Damara als „Springendes Wasser“ oder „Dauerhafte Quelle“ bezeichneten, war wie Levin feststellen musste eher unzuverlässig. Und so gab er diesem Ort den Namen Twyfelfontein - „Zweifelhafte Quelle“ nach dem bis heute das gesamte Tal benannt ist.

1964 gaben die Levins die Farm schließlich auf und verkauften das Land. Die Überreste der Farmgebäude kann man heute noch auf dem Gelände sehen.


Das sind die Überreste des Farmgebäudes der Levins


Die Felsgravuren und Felsmalereien von Twyfelfontein:


An den Wänden des zerklüfteten Felsmassiv findet man die wichtigste Fundstelle von Felsgravuren und Felsmalereien in Namibia. Eigentlich ist es eher untypisch im südlichen Afrika beides an einem Ort vorzufinden. Daher ist der Ort auch so einzigartig und wurde schon 1952 zum Nationalmonument erklärt und 2007 sogar in die Liste der UNESCO-WELTKULTURERBE aufgenommen.


Die Entstehung soll in sechs Phasen erfolgt sein, was aber genauso wie das Alter der Kunstwerke nicht genau bewiesen ist. Das Alter der Gravuren beträgt nach Schätzung der Wissenschaftler einige hundert Jahre bis hin zu 10.000 Jahren. Die Berechnungen werden durch die unberechenbaren Witterungseinflüsse erschwert. Die Zeichnungen und Gravuren wurden sowohl von den San als auch von den Berg-Damara geschaffen, die hier jagten. Dabei sollen die Gravuren und Zeichnungen wohl den nachfolgenden Familien als Auskunft gedient haben über vorhandene Wasserstellen und gejagte Tiere. Mit Quarzsteinen und sogenanntem Klopfholz wurden die Gravierungen in den Fels geritzt. Die Malereien wurden mit Pflanzen- und Mineralfarben an geschützten Stellen aufgemalt.

Insgesamt sind über 2.500 Gravuren registriert, wobei der große Elefant und der Löwe mit dem abgeknickten Schwanz zu den bekanntesten Motiven zählen. Am häufigsten findet man jedoch Elefanten, Zebras, Giraffen, Nashörner, Antilopen und Strauße.

Auf einer Führung mit einem Damara kann man das Gelände in ca. 2 Stunden bei einem gemütlichen Spaziergang erkunden und dabei noch viel Wissenswertes erfahren. Außerdem macht es großen Spaß immer mal wieder ein kleines „Rätsel“, welches die Gravuren darstellen, lösen zu dürfen.


Seht ihr den Elefanten?


Tipps für euren Besuch:


  • Da es im Damaraland und vor allem hier im Tal von Twyfelfontein mittags sehr heiß werden kann und man auf der Tour kein schattiges Plätzchen findet, empfehlen wir euch die noch angenehmen Morgenstunden oder aber den späten Nachmittag, wenn die Felsen in der untergehenden Sonne rot erglühen. Wenn man in einem Camp oder einer Lodge ganz in der Nähe untergebracht ist, dann kann man das natürlich so einplanen. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass dann noch nicht so viele Besucher vor Ort sind. Denn Twyfelfontein ist sehr beliebt bei den Besuchern. Mit viel Glück ergattert man ein schattiges Plätzchen für das Auto in den dafür gebauten Unterständen. Hier werdet ihr von den ersten Damara begrüßt, die auch dafür zuständig sind die Autos zu bewachen.

  • Nach einem kurzen Fußmarsch erreicht man dann den Eingang. Nach dem man den Eintritt bezahlt hat geht die geführte Wanderung dann auch schon los.

  • Begleitet von einem Damara macht man sich in kleinen Gruppen, oder mit viel Glück bei einer ganz privaten Führung auf den Weg. Die Damara geben euch gerne Auskunft auf all eure Fragen und führen euch in einem angenehmen Tempo über das Gelände.

  • Da die Felsen hier das Sonnenlicht reflektieren und die Hitze speichern empfehlen wir euch einen Sonnenschutz aufzutragen und am Besten auch einen Hut zu tragen. Natürlich sollte man auch nicht vergessen Wasser mitzunehmen. Außerdem empfehlen wir euch feste und bequeme Schuhe.

  • Die etwa zweistündige Tour ist bei ganz normaler Kondition gut zu schaffen und die Guides wandern langsamen Schrittes mit euch. Bei den Felsgravuren stoppt man ja außerdem immer und kann daher, während man errät, was die San hier eingraviert haben, verschnaufen.


Hier seht ihr den berühmten Löwen von Twyfelfontein

Sehenswürdigkeiten in der Nähe:


  • "Orgelpfeifen“: bis zu 5 Meter hohe Basaltsäulen mit einem Alter von mehr als 100 Millionen Jahren

  • der "Verbrannte Berg“ oder "Burnt Mountain“ mit seinem schwarz verkohlten Aussehen hinterlässt er den Eindruck, dass gerade erst ein Brand über ihn hinweggefegt sei. Dabei kommt sein Aussehen durch den schwarzen Kalkstein und Dolerit.

  • der "Versteinerte Wald“ oder "Petrified Forest“: die versteinerten Baumstämme, bei denen man sogar noch die Jahresringe erkennen kann sind etwa 300 Millionen Jahre alt.

  • der "Vingerklip", wohl eine der bizzarsten und bekanntesten Felsformationen in Namibia. Die Spitze des Vingerklip liegt auf 929 m Höhe über dem Meeresspiegel, der Fels selbst ist etwa 35 Meter hoch und hat an seiner Basis einen Umfang von 44 Metern.





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